Fußball-Bezirksliga: – Gut, die Generalprobe ging ordentlich in die Hose. Mit einer 0:5-Klatsche fuhr der TuS Efringen-Kirchen vom Pokalspiel beim Ligarivalen SV Jestetten nach Hause. Historisch lässt sich diese deutliche Niederlage sogar einordnen, denn gegen diesen Gegner tat sich die Elf aus dem Rebland meist schwer – und selten mit einem guten Ende. Die rühmliche Ausnahme war der Endspielsieg vor zwei Jahren in Bergalingen, als sich die Elf um Dennis Weiß nach mehrfachem Rückstand im Elfmeterschießen doch noch den Rothaus-Bezirkspokal sicherte.

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So gesehen könnte diese Niederlage im ersten Pflichtspiel nach der Corona-Zwangspause eigentlich abgehakt werden. Doch so einfach machte es Dennis Weiß seinen Jungs nicht: „Natürlich sind wir noch früh in der Vorbereitung. Aber wir müssen auch unsere Lehren und Schlüsse aus diesem Spiel ziehen“, betonte der 29-Jährige, merkte aber auch an, gute Ansätze vor allem im zweiten Abschnitt gesehen zu haben: „Fünf Tore schlechter waren wir jetzt auch wieder nicht.“

Trainer Dennis Weiß (TuS Efringen-Kirchen):
Trainer Dennis Weiß (TuS Efringen-Kirchen): | Bild: Scheibengruber, Matthias

TuS Efringen-Kirchen

Keinesfalls wird der Ex-Landesligist – von 2012 bis 2014 spielte das Team erstmals überregional – wegen dieses Spieles alles in Frage stellen: „Wir haben uns grundsätzlich keine utopischen Ziele gesetzt. Nach der langen Corona-Pause gilt es nun eine vernünftige Basis zu schaffen für die Zukunft. Man darf diese Unterbrechung wirklich nicht unterschätzen – das war eine sehr lange Zeit ohne geregeltes Training. Deshalb werden wir genau beobachten, wie sich die Saison entwickelt und in der Tat erst einmal von Spiel zu Spiel schauen.“

Denker und Lenker: Stefan Hilpuesch ist beim TuS Efringen-Kirchen nicht nur Führungsfigur auf dem Platz, sondern hat auch Aufgaben in der Führung des Vereins übernommen.
Denker und Lenker: Stefan Hilpuesch ist beim TuS Efringen-Kirchen nicht nur Führungsfigur auf dem Platz, sondern hat auch Aufgaben in der Führung des Vereins übernommen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Im Kader hat sich relativ wenig getan. Die Abgänge von Ronald Parti zum FC Auggen und Ibrahima Camara zum SV Weil schmerzen, erfüllen den jungen Trainer vor seiner vierten Saison eher mit Stolz: „Das ist positiv, wenn zwei junge Spieler ihr Glück in der Verbandsliga versuchen. Wir sind im Guten auseinander gegangen“, deutet er an, dass die Türen beim TuS Efringen-Kirchen immer offen stehen.

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Zwar haben sich Gespräche mit einigen potenziellen Neuzugängen zerschlagen, doch Zuwachs gab es dennoch. Vom Nachbarn FC Huttingen sind drei Spieler ins „Hölzele“ gewechselt: „In Tobias Bruder haben wir einen sehr guten Torwart bekommen, der nicht nur charakterlich passt, sondern auch den Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten mit Jörg Bürgin anheizen wird. Zudem sind viel versprechende Akteure aus dem Nachwuchs aufgerückt.“

Heiße Saisonphase: In der Vorbereitung ist Betreuer Raphael Kühn mit flüssigem Nachschub beim TuS Efringen-Kirchen gefragt.
Heiße Saisonphase: In der Vorbereitung ist Betreuer Raphael Kühn mit flüssigem Nachschub beim TuS Efringen-Kirchen gefragt. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Auf der Suche nach möglichen Favoriten blickt Dennis Weiß zunächst in Richtung Osten: „Ich sehe den FC Erzingen und den VfB Waldshut ganz vorn, dazu den FC Zell. Aber es könnte auch eine Überraschung geben“, betont Weiß seinen Respekt vor Aufsteiger SG FC Wehr-Brennet: „Dort ist viel Qualität im Kader. Ich bin gespannt, wie gut sie sich zusammenfinden.“