Vassilios Dimitriadis (28) lebt in Waldshut. Der Grieche kam in Gelsenkirchen zur Welt, zog als Kind mit der Familie an den Hochrhein. Mit Fußball begann er beim SC Lauchringen, spielte dort zwei Jahre aktiv. Abgesehen vom Intermezzo beim FC Tiengen 08 im Herbst 2018 spielt er seit 2012 für den VfB Waldshut.
Vassilios Dimitriadis (28) lebt in Waldshut. Der Grieche kam in Gelsenkirchen zur Welt, zog als Kind mit der Familie an den Hochrhein. Mit Fußball begann er beim SC Lauchringen, spielte dort zwei Jahre aktiv. Abgesehen vom Intermezzo beim FC Tiengen 08 im Herbst 2018 spielt er seit 2012 für den VfB Waldshut. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Vassilios, der VfB Waldshut feierte nun drei Siege in Folge. Die 0:4-Auftaktpleite in Wittlingen ist damit vergessen, oder?

Dort kam echt alles zusammen: Unglückliches Eigentor, Rote Karte – und eine Portion Überheblichkeit. Jeder dachte, es geht von allein. Ein Schuss vor den Bug zum richtigen Moment.

Video: Tommy Buschle

War die Lage nicht kritisch, zumal vor dem Derby gegen den FC Tiengen 08?

Durchaus. In diesem Derby konnten wir ja nur verlieren. Entsprechend schwer taten wir uns und hatten richtig Glück, dass die Tiengener ihre Chancen nicht genutzt haben.

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Trotz der Siege in Weilheim und gegen den FC Schönau tut sich die Mannschaft noch etwas schwer?

Ja, wir spielten zwar ordentlich, hatten aber Glück. Machen die Schönauer hier das 2:0, ist es fraglich, ob wir das noch umbiegen.

Video: Tommy Buschle

Trotzdem fällt nach drei Siegen in der Schmittenau immer öfter das Wort „Meisterschaft“. Zu Recht?

Ein Fußballer braucht klare Ziele. Der Trainer fragte uns kürzlich, was wir wollen. Als Mannschaft haben wir uns den „Aufstieg“ vorgenommen. Ich bin davon überzeugt, dass wir das mit diesem Kader schaffen können.

Urschrei: Mit seinen von Kraft strotzenden Toren will Vassilios Dimitriadis seine Mannschaft in schwierigen Phasen auch mitreißen.
Urschrei: Mit seinen von Kraft strotzenden Toren will Vassilios Dimitriadis seine Mannschaft in schwierigen Phasen auch mitreißen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Wie schätzen Sie den Kader ein, mit vielen Neuen aus der Schweiz? Passt das wirklich?

Passt, weil sie sich sofort integriert haben, aber auch mit offenen Armen empfangen wurden. Der breite Kader ist wichtig. Verletzte gibt es immer, bald fehlen die Studenten. Die Mischung stimmt und Gruppenbildung vermeidet der Trainer rigoros.

Video: Scheibengruber, Matthias

Sie erzielten gegen den FC Tiengen 08 und den FC Schönau jeweils das wichtige zweite Tor. Und zwar mit richtig Schmackes. Volles Risiko oder eher ein Signal an die Mannschaft?

Ein wenig Signal vielleicht schon, das stimmt. Ich sehe es durchaus als Aufgabe, die Jungs mitzureißen. Das Risiko eines satten Schusses kann ich eingehen. Auf meine Schusstechnik mit dem linken Fuß kann ich mich verlassen.

Video: Tommy Buschle

Sie sind mittlerweile der Dienstälteste im Team. Haben Sie eine Sonderrolle?

Nein, aber die Spieler wissen, dass ich immer ein offenes Ohr habe. Ich kam 2012 nach dem Abstieg in die Kreisliga B, habe viele Höhen und Tiefen erlebt. Der VfB Waldshut liegt mir am Herzen.

Fragen: Matthias Scheibengruber

VfB Waldshut

Schnulze oder Actionfilm?

„Actionfilm!“

Mittelmeer oder Bodensee?

„Mittelmeer, speziell Griechenland.“

Messi oder Ronaldo?

„Ronaldo. Er ist der Anführer.“

Schwarze oder bunte Kickschuhe?

„Aktuell bunt, aber lieber würde ich schwarze Schuhe tragen. Allerdings ist es schwierig, welche zu finden.“

Bier oder Wein?

„Ich trinke kaum Alkohol. Vielleicht mal ein Bier. Lieber trinke ich etwas Isotonisches nach dem Training.“