Video: Neithard Schleier

Fußball-Bezirksliga: – Schlusslicht ohne Punkte und elf Gegentreffer in zwei Spielen. Beim FC Hochrhein könnte nach dem missglückten Saisonauftakt der Haussegen bereits schief hängen. Doch weit gefehlt: „Auch wenn ein Spiel mit elf Toren einem Trainer keine Freude bereitet, muss ich betonen, dass mir die Moral meiner Mannschaft imponiert hat, wie sie den Rückstand weggesteckt hat“, verteilte Trainer Philip Brandl mehr Lob als Tadel.

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Und er bekam sogar Schützenhilfe von Steffen Schramm, dem Trainer des Überraschungs-Tabellenführer: „Nach dem 4:4 können sie uns weg ziehen. Dank Christoph Düster haben wir das Spiel gewonnen“, lobte der Coach des FV Lörrach-Brombach II ausdrücklich seinen Schlussmann nach dem spektakulären 7:4-Erfolg.

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Der FV Lörrach-Brombach II ist nach zwei Siegen mit nunmehr 13 erzielten Treffern durchaus die Mannschaft der Stunde in der Bezirksliga. Aber Steffen Schramm mahnt: „Das sind nur sechs Punkte und es liegen noch 28 Spiele vor uns. Ab nächster Woche gilt die Stammspieler-Regelung.“

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In der Tat ist es dann nicht mehr so leicht, Akteure aus dem Verbandsliga-Kader einzusetzen. Beim Sieg gegen den Aufsteiger aus Hohentengen und Stetten machte beispielsweise Arjent Gashi den Unterschied – nicht nur wegen seiner drei Tore. Der Routinier zog die Fäden, verteilte die Bälle und war somit Dreh- und Angelpunkt.

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Neben Düster, der dem FC Hochrhein einige Rätsel aufgab, war Gashi der entscheidende Mann: „Unsere Offensivkräfte Nico Maier und Thomas Wehrle haben nach dem 4:4 sehr gute Chancen vergeben“, so Brandl: „Diese müssen wir künftig besser nutzen. Ich glaube nicht, dass wir allzu oft auf Gegner treffen, die uns so viele Torchancen gestatten.“ In der Tat wäre es in dieser Phase durchaus möglich gewesen, dass nicht der FV Lörrach-Brombach II die Partie entscheidet, sondern der Gast: „Wir haben viel riskiert und waren so anfällig gegen Konter“, erklärt Brandl und Steffen Schramm brachte es auf den Punkt: „Wenn das Spiel 11:8 oder gar 8:11 ausgeht, dann ist hier auch niemand überrascht.“

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Allerdings hatte der FC Hochrhein trotz seines Offensivdrangs auch seine liebe Mühe in der Defensive: „Wir haben natürlich nicht das personelle Potenzial wie ein Verbandsligist“, blickt Brandl fast neidisch von seiner Reservebank zu jener von Steffen Schramm.

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Dort saß eine Auswahl, die Brandl zu gerne gehabt hätte: „Dass unser Torwart Lukas Stelter nach seiner Fingerverletzung vorläufig ausfällt und zudem Simon Lauber nicht einsatzfähig war, konnten wir nicht kompensieren.“ Wobei er damit seinem Torhüter Simon Krause keine Vorwurf machen wollte: „Er spielt in der Reserve und hat sich ganz prima verkauft. An ihm ist die Niederlage nicht festzumachen.“

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Dass der FC Hochrhein im Grütt eine ernst zu nehmende Vorstellung abgeliefert hat, deutete auch Steffen Schramm an: „Wir haben viele Fehler gemacht und vor allem bei den Standards zuviel zugelassen“, wurmte ihn die Tatsache, dass zwei der vier Gäste-Treffer nach Eckbällen gefallen sind: „Bei uns haben die arrivierten Abwehrspieler gefehlt. Das war deutlich zu sehen.“

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Leer ging dieses Mal sein dreifacher Torschütze der Vorwoche, Laurenz Hiller aus: „Er ist eigentlich nicht neu. Aus beruflichen Gründen ist er bereits seit zwei Jahren in Lörrach und hat immer bei uns trainiert. Eine Spielberechtigung hat er aber erst jetzt erhalten, weil er nun fest hier lebt“, erklärt Schramm die Umstände des „Neuzugangs“.

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Beim FC Hochrhein legte sich der Ärger über die „Rote Laterne“ schon bald: „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können. Wenn wir im Abschluss etwas konzentrierter zu Werke gehen, dann werden wir sicher bald die ersten Punkte auf dem Konto haben“, ließ sich Philip Brandl die Laune nicht verderben: „Von Panik und verschobenem Haussegen kann also keine Rede sein.“

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FV Lörrach-Brombach II – FC Hochrhein 7:4 (4:3). – Tore: 1:0 (4.) A. Gashi; 1:1 (10.) Keslinke; 2:1 (16.) El-Ghazi; 3:1 (28.) A. Gashi; 3:2 (32.) und 3:3 (34.) beide Wehrle; 4:3 (41.) Höcketstaller; 4:4 (57.) Kech; 5:4 De Freitas; 6:4 (80.) A. Gashi; 7:4 (88.) Aliane. – SR: Simon Wolf (Rheinfelden). – Z.: 60.

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