Hans-Jürgen Kommert
  • Das sagen die Eigentümer: Zum 10. Januar 2021 schließt das traditionsreiche Parkhotel seine Pforten, nachdem die Moon New Era Hotels aufgrund „einer Menge an vertraglichen Zusagen, die jedoch letztlich nicht eingetreten sind“ den Kaufvertrag rückabwickelte, wie Holger Hutmacher im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte. Welcher Art diese Zusagen waren und wie auch der alte und nun neue Eigentümer, der Triberger Geschäftsmann Günther Möckesch, dazu steht, konnte final für die Öffentlichkeit nicht geklärt werden, da man sich „nicht weiter zu Inhalten und Details dieses Vorgangs äußern könne und dürfe“, sagte Hutmacher auf Anfrage. Möckesch selbst war wegen einer Stellungnahme bisher weder telefonisch noch per E-Mail zu erreichen.
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  • Das wird aus den Mitarbeitern: Betroffen von der Schließung des Traditionshauses im Herzen der Wasserfallstadt sind etwa 30 Mitarbeiter. Die bekamen aber laut Holger Hutmacher die Möglichkeit, in einem der Schwesterhotels der Moon New Era Hotels unterzukommen. „Wem das aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, erhält von unserer Seite alle Unterstützung, um in einem passenden Haus unterzukommen“, versprach Hutmacher dazu. Nach wie vor bedauere er sehr, dass es so weit kommen musste, das Haus sei eigentlich eine Bereicherung für die Moon New Era Hotels gewesen.
  • Das ist noch ungeklärt: Das „kleinste Trauzimmer Deutschlands“ befindet sich ebenfalls im Haus. Seit seiner Einrichtung im Jahre 2009 erfreute es sich steigender Beliebtheit. Wie es nach dem 10. Januar 2021 damit weitergeht, konnte bisher nicht abschließend in Erfahrung gebracht werden.
  • Das sagt die Standesbeamtin: Allerdings, so die Triberger Trauungs-Standesbeamtin und Hauptamtsleiterin Barbara Duffner, hätten dort wegen der räumlichen Enge des Trauzimmers seit Ausbruch der Corona-Pandemie bislang ohnehin keine Trauungen mehr stattgefunden. Der kleine Raum bietet für höchstens drei Menschen Platz. Dazu zwei Stühle und ein kleines Stehpult. Im „kleinsten Standesamt Deutschlands“ geht es eng zu.
  • Das sagt der Bürgermeister: Bürgermeister Gallus Strobel bedauert die – seinen Ausführungen zufolge – „zumindest vorläufige Schließung“ des Flaggschiffs der Hotellandschaft der Wasserfallstadt. „Wir halten am kleinsten Standesamt auf alle Fälle fest, unsere Hoffnungen ruhen nun auf dem alten und neuen Eigentümer“, sagte dazu Bürgermeister Gallus Strobel am Mittwoch auf Anfrage. „Natürlich“, so der Bürgermeister weiter, bedaure man seitens der Stadt „die zumindest vorläufige Schließung“ des Flaggschiffs der Triberger Hotellandschaft. „Wir haben aber Verständnis dafür, dass Herr Möckesch zunächst die Brandschutzauflagen erfüllen möchte. Wir setzen unser Vertrauen darauf, dass danach das Haus wieder eröffnet werden kann“, so Strobels abschließender Kommentar.