Irritiert zeigen sich derzeit viele Freunde des Hochseilgartens. Auf dessen Homepage heißt es deutlich, dass die Betreiberfirma Forest-Fun GmbH aus Schonach den Hochseilgarten im Wasserfallgebiet nicht mehr öffnen werde, obwohl bereits zahlreiche Anfragen von Schulen und weiteren Gruppen vorlagen. In jüngster Sitzung des Gemeinderats gab auch Bürgermeister Gallus Strobel bekannt, dass die Stadt den Vertrag mit der Betreiberfirma nicht weiterführen werde. Forest-Fun wolle den vorgelegten Vertrag nicht akzeptieren.

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„Wir hätten bei doppelter Pacht alle forstlich notwendigen Arbeiten auf eigene Rechnung durchführen müssen“, nannte Werner Haas, Geschäftsführer von Forest-Fun, Gründe dafür. Man habe es 2021 nicht geschafft, mit dem Besitzer des Waldes, der Stadt Triberg, einen akzeptablen Pachtvertrag auszuhandeln. Deshalb müsse nun der Hochseilgarten abgebaut werden.

Abbau wird noch abgestimmt

Trotz aller Rückschläge in den vergangenen Jahren – mit Stürmen und einem Anschlag, bei dem Bäume angesägt worden waren – sollte der Betrieb eigentlich weiter aufrechterhalten werden. Nun habe er mit der Stadtverwaltung noch ein Gespräch darüber, was er alles selbst abbauen müsse, so Haas.

2010 sieht die Zukunft für den Hochseilgarten noch rosig aus.
2010 sieht die Zukunft für den Hochseilgarten noch rosig aus. | Bild: Archiv/Michael Kienzler

„Wir sagen allen Besuchern, die uns teilweise mehr als 15 Jahre begleitet haben, danke. Auch den vielen Helfern und Mitarbeitern in dieser langen Zeit danken wir herzlich. Sie haben oft zwischen Schule, Beruf und Studium bei uns gearbeitet und ihre Ideen mit eingebracht“, äußerte sich Haas. „Wir hätten gerne noch ein paar Jahre weitergemacht, solange der Baumbestand dies zulässt, aber jetzt bleibt tatsächlich nur der Rückbau.“

Stadt sucht neuen Vertragspartner

Er sei bereits auf der Suche nach einem neuen Standort, der vielleicht sogar bessere Witterungsbedingungen biete. Wer einen schönen Wald habe oder eine Gemeinde wisse, die Interesse an einem Hochseilgarten habe, könne sich bei Haas melden. Und zudem gebe es ja noch sein zweites Projekt, den Hochseilgarten Hallwangen, bei dem er derzeit weitere Touren baue.

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Den Schwarzen Peter will sich die Stadt Triberg nicht zuschieben lassen. „Nach mehreren schwierigen Verhandlungsrunden hat der Gemeinderat das Vertragsangebot an Herrn Haas so beschlossen“, sagte Bürgermeister Gallus Strobel. Dieser habe es nicht angenommen. Haas habe ihm dazu geschrieben, dass er gerne noch ein paar Jahre weitergemacht hätte, „solange der Baumbestand dies zugelassen hätte“, so der Bürgermeister. Allerdings gestehe er, Bäume gingen halt kaputt. Auf Dauer soll es aber wieder einen Hochseilgarten geben, ist sich Strobel sicher – trotz der Absage von Haas: „Wir sind derzeit auf der Suche nach einem neuen Standort und einem neuen Betreiber“.