Bereits im Herbst 2020 hat es sich abgezeichnet, dass auch in Triberg coronabedingt keine übliche Fasnet mit öffentlichen Veranstaltungen stattfinden kann. Und auch die seit 1996 erscheinenden Narrenzeitschrift wird es nicht geben. Dass „Der Radautrommler“ dieses Jahr nicht erscheinen wird, rief die Verantwortlichen der Narrengemeinde Oberstadt auf den Plan.

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Bürgermeister Pfiffer III., alias Matthias Klausmann, und sein Vize Felix Kentischer kamen auf die Idee, ein eigenes Heft herauszubringen. Natürlich in Abstimmung mit Radautrommler-Tambour Patrick Pollmüller. Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel zeigte sich über diesen Entschluss hocherfreut und sagte den Akteuren jegliche Unterstützung seitens der Stadt zu.

Nicht als Konkurrenz gedacht

„Wir verstehen unser närrisches Heft nicht als Konkurrenz zum ‚Radautrommler‘. Es wird eine einmalige Sache bleiben, und wir hoffen, dass im kommenden Jahr eine normale Fasnet möglich ist und wir wieder unsere bewährte langjährige Narrenzeitschrift lesen können“, erklärten übereinstimmend Klausmann und Kentischer. Dabei ließen die Vorstandsmitglieder des rührigen Vereins nicht außer Acht, dass es bereits früher schon ein närrisches „Oberstädtler Narrenblättli“ gab.

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Dass die Herstellung des Narrenhefts in einem so kurzem Zeitfenster ein Kraftakt werden würde, war den beiden Oberstädtler Erznarren durchaus bewusst, doch sie wagten es, dieses kühne Unterfangen in die Tat umzusetzen. Einfacher als erwartet wurde jedoch ihre spontane Idee in der Öffentlichkeit positiv aufgegriffen.

Hochkaräter sind dabei

Mit der Bitte um Mithilfe und Sammeln von Material rannten sie offene Türen ein. „Wir waren mehr als überrascht, dass wir in kürzester Zeit so viel Unterstützung erfahren würden und einige Triberger Hochkaräter für das Zeichnen der Karikaturen und das Dichten gewinnen konnten. Alle erklärten sich spontan bereit, unser Projekt nach besten Kräften zu unterstützen. Uns wurde auch genügend Futter für eigene Kreationen zur Verfügung gestellt“, sagte Kentischer.

Durchweg farbig

„Trotz der Einmaligkeit unseres Heftes wollten wir uns doch vom ‚Radautrommler‘ unterscheiden, und so wird unser närrisches Presseorgan durchweg in Farbe gedruckt. Und das alles zum Preis von weniger als zwei Pils an der Theke“, berichtete Klausmann mit einem zwinkernden Auge. „Wie viele Seiten das Heft haben wird, bleibt im Moment noch offen, denn wir stecken noch mitten in der Arbeit, auch über den Inhalt können wir noch nicht berichten. Auf jeden Fall wird es einige Überraschungen geben“, sagen die närrischen Redakteure.

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Die Oberstadtnarren haben sich bereits Gedanken über den Vertrieb des Hefts gemacht und aus den bekannten Gründen einen Haustürverkauf ausgeschlossen. Stattdessen werde es die bisher üblichen Verkaufsstellen geben, und für den „Fasnet-Samschdig“ habe die Stadt – unter Einhaltung der Corona-Vorschriften – einen Verkaufsstand auf dem Marktplatz genehmigt.

Narrenpolizei sorgt für die Sicherheit

Weiterhin wird ein eigener Narrenpolizist für die Einhaltung von Recht und Ordnung am Stand sorgen. Zusätzlich wird es auch dabei als zusätzliches Bonbon ein besonderes Event geben, über das die Narren noch Stillschweigen bewahren.