„Interessant“ nannte Bürgermeister Gallus Strobel in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Planungen für die „Alte Post“ in der Hauptstraße 1 in Triberg. Für die legte ein Bauinteressent eine Bauvoranfrage vor. Das könne die Unterstadt „richtig aufwerten“.

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Nach Rückbau der alten Stützmauer soll Erdreich abgetragen und dann eine neue Stützmauer aus Stahlbeton eingebaut werden. Der gewerblich ausgerichtete Neubau entsteht in Containerbauweise und in Stahlbau mit Treppenanlage. Zum Bestandsgebäude wird ein Zugang mit Containerübergang im zweiten Obergeschoss geschaffen. Beginnend im ersten Obergeschoss sollen in den neuen Räumen eine Manufaktur, darüber ein Souvenirladen, im dritten Obergeschoss ein Café mit Balkon sowie Büroräume eingebaut werden. Im vorderen Bereich ist ein Container-Anbau mit Schaufenster geplant.

  • Susanne Muschal (SPD) könnte sich das gut vorstellen, da in diesem Falle vor allem eines zähle: „Fügt sich das in die Umgebung ein?“ Und das tue dieses Vorhaben. „Das kann ein richtig spannendes Projekt werden“, befand sie.
  • Burkhart Müller (CDU) meinte, dass die Container über die Umgebung hinausragen und hatte Bedenken, ob die Abgrabung des Hangs dazu führe, dass Fremdfläche berührt werde. Das verneinte Sven Ketterer vom Bauamt.
  • Michael Hummel (FWV) sorgte sich auch um die Statik – ob da nicht der Hang zu stark drücken könne. „In einer Bauvoranfrage spielt die Statik zunächst keine Rolle, hier geht es zuerst darum, ob das Vorhaben überhaupt genehmigungsfähig ist“, erklärte dazu der Bürgermeister. Der Gemeinderat gab bei einer Enthaltung sein Ja.

Handelseinig mit Bauherrn

Ein Bauherr im Roßgrund hatte in der Maisitzung einen Bauantrag über sechs Garagen gestellt. Vor den geplanten Garagen besitzt die Stadt ein Grundstück mit 85 Quadratmetern – diese Fläche könne anschließend nicht mehr genutzt werden. Allerdings verbleibe die Streu- und Räumpflicht bei der Stadt. Klaus Wangler (CDU) und Michael Hummel (FWV) hatten damals vorgeschlagen, dem Bauherrn diese Fläche zum Kauf anzubieten. Auch Friedhelm Weber (SPD) hatte sich damit anfreunden können, und die Stadt sollte damit auch die Streu- und Räumpflicht übereignen.

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Seinerzeit war der Tagesordnungspunkt vertagt worden, nun legte die Stadtverwaltung den Bauantrag erneut vor. „Der Antragsteller hat sich bereit erklärt, diese Fläche abzüglich Gehweg zu erwerben und auch die damit verbundenen Nebenkosten zu tragen. Ich danke dem Gemeinderat für den Druck, den er in dieser Sache gemacht hat“, sagte Bürgermeister Gallus Strobel.

  • Beate Adam (CDU) fragte nach dem Verkaufspreis für das Grundstück. Den wollte Strobel aber nicht öffentlich bekannt geben, da es sich um privatrechtliche Vereinbarungen handle. Einstimmig erteilte der Rat sein Einvernehmen zum Antrag.