Die Versteigerung der ehemaligen Gaststätte „Poseidon“ nimmt einen neuen Anlauf. Nachdem beim vergangenen Termin kein passender Käufer gefunden wurde, geht die Suche nun weiter.

Nicht enden wollende Geschichte

Es ist eine scheinbar nicht enden wollende Geschichte: Am 18. November steht erneut die Versteigerung des „Poseidons“ inklusive zweier Wohnungen in der Wallfahrtstraße an.

Früher hieß es „Jägerhaus“

Den Tribergern ist die Gaststube insbesondere noch als „Jägerhaus“ bekannt. Die damaligen Besitzer hatten die Gaststätte schließlich altershalber an einen Griechen verkauft – der das Lokal aber wohl mit Schulden hinterlassen hatte und sich absetzte.

Lediglich Zwangsversteigerung möglich

Auch der Hauptgläubigerin, der Volksbank Mittlerer Schwarzwald, gelang es zunächst nicht, den bisherigen Eigentümer direkt zu erreichen. „Aus rechtlichen Gründen ist für uns aktuell nur der Weg der Zwangsversteigerung möglich“, berichtet Nicolai Vollmer, Prokurist und Bereichsleiter Vertriebsmanagement bei der Volksbank Mittlerer Schwarzwald, auf Anfrage des SÜDKURIER.

Nur ein Gebot – und das war inakzeptabel

Zwei Termine mussten bislang von Amts wegen aufgehoben worden, der dritte am 8. Juli fand hingegen statt. „Im ersten Versteigerungstermin ist leider nur ein Gebot abgegeben worden, das so aber nicht akzeptiert werden konnte“, erklärt Vollmer. Das Amtsgericht Villingen hat deshalb jetzt bekannt gegeben, dass es am 16. Dezember einen erneuten Termin geben wird.

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Mehrere Interessenten

Wie die Volksbank weiter mitteilt, sei man derzeit mit mehreren Interessenten in Kontakt. Vollmer: „Es bleibt daher abzuwarten, in welcher Höhe in der Zwangsversteigerung Gebote abgegeben werden.“ Erst dann könne entschieden werden, ob auch Gebote unterhalb des Verkehrswerts akzeptieren werden können. „Dies werden wir dann situativ auf Basis der tatsächlichen Gebote entscheiden“, so der Prokurist.

Gaststätte 190 Quadratmeter groß

Versteigert wird laut Angaben des Amtsgerichts Villingen die rund 190 Quadratmeter große Gaststätte aus dem Jahr 1967 mit Nebenräumen, Küche, Vorratsraum und vier Autostellplätzen. In dem Objekt an der Wallfahrtstraße 24 in Triberg befindet sich darüber hinaus eine Fünf-Zimmer-Wohnung, die zur Vermietung von Gästezimmern genutzt wurde. Laut Amtsgerichts handelt es sich dabei um drei Gästezimmer, davon zwei Gästezimmer mit zwei Zimmern – jeweils mit Bad aber ohne Kochgelegenheit. Die gesamte Wohnfläche wird mit 120 Quadratmeter angegeben. Der Wert der Gaststätte inklusive der darüber liegenden Wohnung wird auf 161  000 Euro geschätzt.

Fünf-Zimmer-Wohnung auf 33 000 Euro taxiert

Im gleichen Haus wird darüber hinaus eine weitere Fünf-Zimmer-Wohnung versteigert, die als Pächterwohnung diente. Deren Wert beläuft sich auf 33  000 Euro.