Qualitätssicherung, Verbesserungsmöglichkeiten und die Anerkennung der Gastgeberleistungen standen im Mittelpunkt des Ferienland-Treffens in Schonach.

Mangelndes Interesse der Kollegen beklagt

Allerdings beklagten gleich mehrere Gastgeber das mangelnde Interesse an diesem Gespräch seitens ihrer Kollegen. Es werde zwar viel gescholten und gemeckert, aber wenn dann der Austausch geboten werde, glänzten die Kritiker mit Abwesenheit. Ferienland-Geschäftsführerin Lena Gerlich machte wiederholt Gesprächsangebote. Per E-Mail oder Telefon sei sie jederzeit erreichbar. Und sie betonte, dass sie sich über gute Gespräche und einen regelmäßigen Austausch sehr freuen würde.

Mitgliederbrief wieder auffrischen

Petra Hettich regte an, den Mitgliederbrief aufzufrischen, um den Informationsfluss und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Und Elisabeth Wehrle erinnerte an die Leistungen und den Aufwand, die die Gastgeber erbrächten – von der ständigen Erreichbarkeit bei An- und Abreise, als Tippgeber für Unternehmungen, als Ansprechpartner für vielfältige Themen bis hin zur Qualitätssicherung der Unterkünfte.

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Rückgang des Bettenangebotes als Symptom

„Es ist ein großer Aufwand, und es ist unbequem“, fasste sie zusammen. Manfred Beyermann bestätigte dies. Auch bei einem vereinbarten Zeitfenster zur Schlüsselübergabe müsse man erreichbar bleiben. Damit begründeten beide auch den Rückgang des Bettenangebotes bei Pensionen, Privatzimmern und Ferienwohnungen. Nicht nur das Alter der Gastgeber spiele eine Rolle, sondern auch die ständige Erreichbarkeit.

Hilfsangebot allerdings seit Jahren ungenutzt

Andreas Schätzle erinnerte die ­Gastgeber an die Schlüsselbox beim Haus des Gastes, die vor vier Jahren angeschafft wurde und eben das Problem der Schlüsselübergabe entschärfen sollte. „Sie wurde noch nie genutzt. Das Einzige, dass man berichten kann, ist ein Vandalismusfall an der Fasnet“, sagte er.

So funktioniert die Schlüsselbox

Bis zu fünf Gastgeber können die Schlüssel in der Box deponieren. Die Gäste erhalten dann vorab per E-Mail einen Zahlencode, den sie bei ihrer Ankunft an der Box eingeben. Die Box gibt daraufhin die Schlüssel zur Unterkunft aus, ohne dass die Gastgeber dabei sein müssen.

Anleitung zum Thema Umgangsformen gewünscht

Für die zunehmend internationale Kundschaft wünschte sich Petra Hettich eine Anleitung über die Umgangsformen. Lena Gerlich ging gerne auf diese Anregung ein. Insbesondere aus den arabischen Staaten kämen zunehmend Gäste wie auch aus Indien. In dieser Hinsicht befand sie, dass das Informationsmaterial des Ferienlandes aufgebessert werden müsste.

Neuer Kurpark kommt sehr gut an

Im Gespräch der Gastgeber kristallisierte sich die Freude über den neuen Kurpark deutlich heraus. Besonders den internationalen Gästen genüge das Angebot des Ferienlandes, allerdings bestehe Optimierungsbedarf.

Kritik an Zustand der Wanderwege

Als Kritikpunkte nannte Manfred Beyermann den Zustand der Wanderwege und die Beschilderung, Elisabeth Wehrle erwähnte die Problemzone „Winter ohne Schnee“, und Petra Hettich erinnerte an ein Indoor-Angebot für Familien. Außerdem soll wieder ein Sprachkurs aufgelegt werden, um die Kommunikation mit den Gästen zu verbessern.

Abschließend appellierte Lena Gerlich an die Gast­geber, weiterhin mit ihr im Gespräch zu bleiben und den Gästen das gewisse Etwas zu bieten, das das Ferienland von den übrigen Ferienregionen abhebt.