Von der Quelle der Donau bis zu ihrer Mündung ins Schwarze Meer – die zwei etwa gleichgroßen Städte Furtwangen und Wylkowe verbindet eine Partnerschaft. Im Furtwanger Rathaus traf sich die Furtwanger Arbeitsgruppe unter der Regie von Hauptamtsleiter Marcel Schneider, um die nächsten Vorhaben zu besprechen. Beim Besuch einer Furtwanger Delegation im September waren einige Themen angerissen worden.

Heizpellets aus Schilf als Lösung?

Einen sehr hohen Stromverbrauch machte Felix Duffner für einen der zwei Kindergärten aus, Grund ist die neue elektrische Heizung. Man könnte, so Duffner, Pellets aus heimischem Schilf herstellen und damit heizen. Die entsprechende Technik wäre in der Ukraine vorhanden, Schilf gibt es in großen Mengen, das ohnehin alljährlich abgemäht werden muss. Ob eine Umstellung der Heizung wirtschaftlich wäre, muss allerdings vor Ort geklärt werden. Kosten und Finanzierbarkeit eines solchen Projektes müsste man vor Ort ermitteln, stellte auch Stadtrat Thomas Riesle fest. Bisher werden nur zwei bis drei Prozent des Schilfes ökonomisch genutzt. Für Reetdächer, Pellets und Briketts könnte weitaus mehr Schilf verwendet werden.

Wylkowe hat eine Berufsfeuerwehr

Mitglieder der Furtwanger Feuerwehr hatten die Feuerwache in Wylkowe besichtigt und wunderten sich über die Berufsfeuerwehr, ehrenamtliche Tätigkeit wie in Furtwangen gibt es praktisch nicht. Aufbau und Ausbildung einer freiwilligen Feuerwehrabteilung steht mittelfristig auf dem Programm. Die Ausrüstung sei wie bei uns vor 25 Jahren, stellte Reinhard Dotter fest. Eine Atemschutz-Schulung sei als Nächstes sinnvoll, sie sollte in Furtwangen stattfinden, da hier die entsprechenden Geräte vorhanden sind.

Junge Ukrainer lernen Deutsch

Schulpartnerschaften stehen ebenfalls auf dem Programm, denn in Wylkowe gibt es zwei Klassen, die Deutsch lernen. Von der ukrainischen Seite bestehe großes Interesse am Schüleraustausch. Im vorigen Jahr klappte das nicht mehr, berichtete Marcel Schneider, da Anträge bis spätestens September für das folgende Jahr gestellt werden müssen. In diesem Jahr wolle die Stadt Furtwangen rechtzeitig Mittel beantragen. Thomas Riesle wies darauf hin, dass auch Praktika in deutschen Firmen durchaus gefragt seien.

Nächste Sitzung

Zur nächsten Sitzung wird sich die Arbeitsgruppe am Montag, 17. Februar, treffen.

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