Auf Tour durch das Ferienland ist derzeit Lena Gerlich, die am Tag der Versammlung mit den Furtwanger Gastgebern erstmals auch ganz offiziell Geschäftsführerin des Ferienlands war. „Wir waren heute beim Notar, der bestätigte, dass sie erst mit der notariellen Beurkundung ihr Amt ausübt“, so der Ferienland-Vorsitzende Josef Herdner.

Gegenseitiges Kennenlernen sowie eine kleine Einschätzung der Situation im Tourismus der Uhrmacherstadt waren Anlass für die Einladung des Ferienlands an die Gastgeber. Sie habe bereits bei den vorhergehenden Versammlungen viel konstruktive Kritik erlebt, zeigte sich Gerlich erfreut.

Nach kurzer Vorstellung ging es sogleich zur Sache: „Wo klemmt es, wie schätzen sie die Besucherzahlen ein, welche Nationen sind bei ihnen zu Gast und – welche Beschwerden hören sie“, fragte die Geschäftsführerin. In der Hauptsache waren es Gastgeberinnen aus den Ortsteilen, die sich eingefunden hatten, zumeist von Höfen.

Motorräder ein echtes Ärgernis

Die Durchfahrt von Motorrädern sei ein echtes Ärgernis, stellten vor allem die Linacherinnen Carola Müller (Altvogtshof), Birgit Heine (Lettwieshof) und Christine Müller (Bühlhof) fest. Sehr laut und viel zu schnell seien diese unterwegs, was aber laut Herdner sehr schwer in den Griff zu bekommen sei. Er versprach aber, das Problem in der Bürgermeister-Runde anzusprechen. Die Ausschilderung der neuen Mountainbike-Strecken sei im Gange, beantwortete er eine weitere Anfrage.

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Stadt hat in Sachen Tourist-Info bereits nachjustiert

Beate Ketterer vom Seppjockelhof legte sogleich den Finger in die „Wunde Tourist-Info“, die einige Wochen ganz geschlossen war. Sie gehe derzeit eher nach Schönwald, was für sie von der Entfernung gleich sei, aber die Gastgeberinnen aus anderen Ortsteilen täten sich da sicher schwerer. „Es ist erkannt, dass wir da nachjustieren müssen, wir haben mittlerweile wieder Donnerstag und Freitag geöffnet“, zeigte sich Bürgermeister Herdner einsichtig. Das Büro sei allerdings eher schwach besucht, zumeist seien es Einheimische. „Wir wissen aber, dass die Tourist-Info auch die Verknüpfung mit den Gastgebern ist.“

Für mehr Werbung in der Schweiz

Die Gäste kämen in der Hauptsache aus Deutschland, im Herbst verstärkt auch aus der Schweiz. Dort sollte man mehr werben. Viele „Wiederholungstäter“ seien aus den Benelux-Staaten da, dazu Spanier, Israelis und Italiener, vorwiegend Familien oder junge Paare. Es gebe immer Nachfragen nach Urlaub mit dem Hund.

Marlies Heger aus Schönwald stellte fest, dass in diesem Jahr die Saison erst spät losgegangen sei. Dazu gehe der Trend stark zu Kurzurlauben, stellten mehrere Frauen fest. Manche staffeln dafür ihre Preise, um den Mehraufwand aufzufangen.

Konus-Karte ohne Mehrwert

Ein großes Thema ist der kaum vorhandene Mehrwert der Ferienland-Konuskarte, den viele Gäste nicht erkennen können, zumal es gerade in den Ortsteilen keinen öffentlichen Nahverkehr gebe.

Am Ende wies die Geschäftsführerin darauf hin, dass sie jederzeit entweder per Email oder auch telefonisch erreichbar sei in der Tourist-Info Schönwald.