Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen den Furtwanger Einzelhandel hart. Die Landesregierung hat die Schließung der meisten Geschäfte angeordnet. Ausnahmen gibt es nur für bestimmte Läden, die der unmittelbaren Versorgung der Bevölkerung dienen.

„Da rollt eine schwere Zeit auf uns zu und keiner weiß, ob das auch wirklich bis 19. April andauert, oder ob es sogar noch länger anhält“, befürchtet Florian Klausmann.
„Da rollt eine schwere Zeit auf uns zu und keiner weiß, ob das auch wirklich bis 19. April andauert, oder ob es sogar noch länger anhält“, befürchtet Florian Klausmann. | Bild: Stefan Heimpel

„Da rollt eine schwere Zeit auf uns zu und keiner weiß, ob das auch wirklich bis 19. April andauert, oder ob es sogar noch länger anhält“. So Florian Klausmann, Vorsitzender des VdU (Verein der Unternehmer und freien Berufe in Furtwangen und Gütenbach).

Rundmail an die Mitglieder

Er informierte am Mittwochmorgen in einer Rundmail die Mitglieder über die aktuelle Situation. Denn einige der Mitglieder, Klausmann eingeschlossen, mussten ab Mittwoch ihre Läden schließen. Mit den amtlichen Maßnahmen – und mit zahlreichen anderen Einschränkungen des öffentlichen Lebens – soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Schuh- und Sportartikelhandel nicht privilegiert

Nun betreibt Familie Klausmann ein Schuh- und Sportgeschäft. Damit gehört das Unternehmen nicht zu den privilegierten Sparten. Denn die Landesregierung erlaubt nur Geschäften die Öffnung, die sie als besonders wichtig für die tägliche Versorgung sieht.

Nur sie dürfen öffnen

Das sind Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol-und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Hofläden, Raiffeisen-, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Wer nicht darunter fällt, muss schließen – und auf Umsatz verzichten.

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Aufruf zur Solidarität unter Unternehmern

Klausmann ruft die Händler und Gewerbetreibenden zur Solidarität auf. „Gemeinsam werden wir das überstehen, da bin ich mir sicher. Haltet euch einfach auch an die vorgegebenen Maßnahmen, dass diese Krise beziehungsweise dieses Virus bekämpft wird“.

Austausch und Information wichtig

Der VdU, so Klausmann weiter, habe ein paar Informationen gesammelt, die für die betroffenen Unternehmen wichtig seien. Dazu solle man sich per E-Mail austauschen. „Alle Informationen, beziehungsweise Lösungen können weiterhelfen.“

Kontakt zur Hochschule Furtwangen aufgenommen

Hoffnung setzt der Vorsitzende in einen örtlichen Online-Handel. So stehe er mit der Hochschule Furtwangen in Kontakt. Man überlege, wie man für betroffene Händler einen kleinen Online-Shop einrichten könnte, so dass man in dieser Zeit etwas Umsatz machen könnte. Denkbar wäre auch ein Lieferservice bis vor die Haustüre.