Der Rohrbacher Ortschaftsrat hat sich nach den Kommunalwahlen im Mai konstituiert und damit seine Arbeit aufgenommen. Als neuer Ortsvorsteher gewählt wurde Georg Kaiser, seine Stellvertreter sind Manuel Willmann und Michael Woelki. Zu Beginn der Sitzung stellte der bisherige Ortschaftsrat als seine letzte Amtshandlung fest, dass keine Hinderungsgründe vorliegen und die neu gewählten Ortschaftsräte ihr Amt antreten können.

Vorfreude aufs Dorfgemeinschaftshaus

Ortsvorsteher Karl Wehrle erinnerte daran, dass vor 15 Jahren drei neue Ortschaftsräte ihr Amt angetreten hatten, die nun auch wieder den Ortschaftsrat verlassen: Lothar Kammerer, Paul Ketterer und Franz Kienzler. In diesen 15 Jahren habe man vieles erreicht. Dazu gehörte die Funk-Zwischenlösung fürs schnelle Internet, die Kanal-Verlegungen im Ober- und Untertal, die Sanierung des Friedhofs, das Feuerwehrhaus und das neue Feuerwehr-Fahrzeug und manches mehr. Auch das lange projektierte Dorfgemeinschaftshaus werde nun endlich realisiert, nach den Ferien beginnen die Bauarbeiten. Dies sei der Verdienst auch der drei ausscheidenden Ortschaftsräte.

Konstruktive Zusammenarbeit

Lothar Kammerer hatte zehn Jahre lang auch das Amt des stellvertretenden Ortsvorstehers inne, gefolgt für fünf weitere Jahren von Franz Kienzler. Jeder der drei habe seine besonderen Schwerpunkte gehabt. Die Zusammenarbeit mit ihnen und den beiden verbleibenden Ortschaftsräten habe immer Spaß gemacht, erklärte Wehrle. Als kleinen Dank überreichte er den drei ausscheidenden Ortschaftsräten ganz persönlich ein Geschenk. Sein Dank galt auch Bürgermeister Josef Herdner und der ganzen Verwaltung für die immer konstruktive Zusammenarbeit, ebenso wie dem Gemeinderat.

Ehrennadel des Gemeindetages

Bürgermeister Josef Herdner dankte ebenfalls den scheidenden Ortschaftsräten und überreichte ihnen einen City-Gutschein. Lothar Kammerer erhielt zusätzlich die Ehrennadel des Gemeindetages für 20 Jahre im Ortschaftsrat, denn er habe vor den 15 Jahren in Rohrbach bereits fünf Jahre dem Ortschaftsrat in Neukirch angehört.

Weitsichtige Entscheidung

Ein besonderer Dank Herdners galt Karl Wehrle, der nach 30 Jahren im Ortschaftsrat, davon 20 Jahre als Ortsvorsteher, ebenfalls ausscheidet. Um die vielen Dinge für den Ortsteil erreichen zu können, brauche es viele Helfer und einen Ortschaftsrat, der an einem Strang zieht. Vor allem sei ein Zugpferd wie Karl Wehrle von großer Bedeutung, der Ideen einbringt und viel Vorarbeit leistet. Neben vielen anderen Projekten sei Wehrle vor allem das Dorfgemeinschaftshaus ein besonderes Anliegen. Trotzdem habe er in den Jahren 2009/2010, als die Stadt Furtwangen in einer finanziellen Krise war, dafür plädiert, dieses wichtige Projekt noch einmal zurückzustellen. Diese weitsichtige Entscheidung rechne er ihm hoch an. Nun wird das Projekt tatsächlich realisiert, auch der Gemeinderat ziehe mit, und es gebe ansprechende Zuschüsse. Wehrle habe angekündigt, dieses Projekt weiter zu begleiten. Am Mittwoch, 24. Juli, werde man Karl Wehrle im Rahmen des Platzkonzertes des Musikvereins Frohsinn auf dem Dorfplatz offiziell verabschieden. Außerdem überreichte er ihm die Ehrennadel des Gemeindetages für 30 Jahre im Dienst der Kommunalpolitik.

Trio mit Rückhalt

Nach der offiziellen Verpflichtung der neuen Ortschaftsräte durch Ortsvorsteher Karl Wehrle wurde in offener Abstimmung Georg Kaiser (CDU) einstimmig als neuer Ortsvorsteher nominiert. Als Stellvertreter hatte sich das Gremium für zwei Ortschaftsräte entschieden, die ebenfalls einstimmig bestätigt wurden: Manuel Willmann (CDU) und Michael Woelki (FWR). Der neue Ortsvorsteher und seine Stellvertreter müssen am Dienstag, 23. Juli, vom Gemeinderat offiziell gewählt werden.