Nach einem dreiviertel Jahr hat nun das Furtwanger Naturfreundehaus auf dem Brend seit 1. März wieder geöffnet. „Wir laden alle ein zu uns ins Naturfreundehaus, um zu sehen, wie es bei uns geht und was es bei uns gibt“, so die Wirtsleute Alex und Irina.

2017 noch viel Zuversicht

Die Naturfreunde können mit dem neuen Pächterpaar die schlechten Erfahrungen mit dem Vorgänger hinter sich lassen. Denn im Jahr 2017 habe man mit viel Zuversicht einen neuen Pächter im Naturfreundehaus begrüßt, erinnert sich Gerhard Schäfer, Vorsitzender der Naturfreunde.

Der Schock: Pächter mit falscher Identität

Doch nach wenigen Monaten im Frühjahr 2018 wurde ihm die Information zugespielt, dass der Pächter unter falschen Angaben und vor allem mit einer falschen Identität und einem falschen Pass diese Aufgabe übernommen hatte. Die Polizei wurde eingeschaltet und das Problem von dieser auch bearbeitet. Der Pächter kehrte in sein Heimatland zurück.

Unerwartete Schließung an Pfingsten

Allerdings musste dann ohne Pächter das Naturfreundehaus zu Pfingsten kurzfristig und unerwartet geschlossen werden. Zahlreiche vorhandene Buchungen mussten wieder abgesagt werden, wobei Gerhard Schäfer nach eigenen Worten hier deutlich spürte, welch positiven Weg das Haus eigentlich eingeschlagen hatte und wie gefragt die Übernachtungen auf dem Brend sind. Es waren rund 2500 Übernachtungen, die hier verloren gingen.

Verein kommt finanziell mit blauem Auge davon

Überdies gab es Zahlungsrückstände des ehemaligen Pächters. Doch im Bericht von Hauskassierer Karl Reiner wurde dann deutlich, dass trotz verschiedener fester Ausgaben und auch kleinerer Investitionen der Verein hier finanziell gesehen noch mit einem blauen Auge davon kam, das Haus also immer noch über einen beruhigenden Rücklagenstand verfügt.

Überraschend große Zahl von Bewerbern

Gar nicht einfach, so Gerhard und Brunhilde Schäfer, war schließlich die Suche nach einem neuen Pächter. Es habe zwar eine überraschend große Anzahl von Bewerbungen gegeben. Aber nur wenige der Bewerber kamen aufgrund der Gegebenheiten überhaupt infrage.

Abenteuerliche Vorstellungen

Dazu kamen häufig abenteuerliche Vorstellungen der möglichen Pächter über ihre künftige Aufgabe. So war beispielsweise einer sehr überrascht, dass er Geld an die Naturfreunde zahlen sollte, statt selbst einen Lohn zu erhalten.

Neue Pächter gut vertraut mit der Region

Ein großer Vorteil für die neuen Wirtsleute Alexandru (Alex) Nicoara und Irina Hogea ist die Tatsache, dass sie die Region und ihre Menschen gut kennen. Alex arbeitete sieben Jahre im ehemaligen Gasthaus „Martinskapelle“ als Koch, bevor er vor vier Jahren das Gasthaus „Bären“ in Gütenbach übernahm und neu eröffnete.

Von Gütenbach auf den Brend

Nun wechselte er von Gütenbach auf den Brend. Und viele seiner Stammgäste aus Gütenbach haben ihn bereits in den ersten Tagen in seinem neuen Lokal besucht. Der Wirt möchte auf dem Brend weiterhin regionale bürgerliche Küche bieten, wobei er großen Wert auf heimische Produkte legt. Die Buchungen für Gruppen sind bereits in den ersten Tagen angelaufen, sodass man auch hier auf eine gute Belegung der Gästezimmer hofft.

Gerhard Schäfer, Vorsitzender der Naturfreunde, ist nun zuversichtlich und vor allem auch erleichtert, dass die schwierige Zeit offensichtlich gut überstanden wurde. Zum Glück habe man die Konzession erhalten und das Haus wieder öffnen können.

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