Nun bewegt sich wieder etwas: Ein Investor will auf dem „Krone“-Areal in St. Blasien ein großes Hotel bauen. Dafür ist ein Bebauungsplan notwendig. Diesen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung auf den Weg gebracht.

Der Sachstand

Seit dem Jahr 2009 gehört das Gelände der Stadt, auch das Gebäude des ehemaligen Gasthauses „Krone“, in dem sich auch das Bistro „Pulverfass“ befindet, ist im städtischen Eigentum. Nach vielen Jahren ist in der Angelegenheit nun wieder eine Bewegung sichtbar – im Hintergrund wurde schon viel Arbeit geleistet. Weil ein Investor dort nicht nur ein großes Hotel bauen will, sondern wohl auch schon mit einem möglichen Betreiber handelseinig ist, soll nun auch die formale Grundlage für das Großprojekt geschaffen werden. Mit seinem einstimmigen Beschluss hat der Gemeinderat nun ein Verfahren in Gang gebracht. Das bedeute aber noch nicht, „dass morgen die Bagger fahren“, sagte Bürgermeister Adrian Probst. Jetzt gehe es nur „um die Freigabe, dass ein Planer loslegen darf“.

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Im Auftrag der Stadt werde das Planungsbüro FSP Stadtplanung aus Freiburg einen Bebauungsplan entwickeln. Im Mai sollte der Bebauungsplanentwurf dann in die Offenlage gehen, also auch für die Bürger einsehbar sein. Sie könnten dann, wie auch Behörden und sonstige Stellen, eine Stellungnahme abgeben, über die der Gemeinderat wahrscheinlich im Juni beraten und beschließen werde, erläuterte Probst.

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Und wann könnte dann wirklich ein Hotel stehen? Wenn das Baurecht geschaffen sei, könnten erste Vorarbeiten vielleicht schon Ende dieses Jahres starten. Die eigentlichen Bauarbeiten benötigen wohl etwa zwei Jahre – Ende 2023 könnte der Gebäudekomplex stehen. Aber eine konkrete Zeitplanung gibt es noch nicht, sagt Probst. Verträge könnten erst nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens unterschrieben werden.

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Bei der Bedeutung und dem Umfang des Projekts sollte man die Einwohner möglichst intensiv einbeziehen, sagte Gemeinderat Thomas Mutter. Er fragte, ob sich die Verwaltung schon Gedanken über die Art und Weise sowie den Zeitpunkt gemacht habe. Die Bürgerbeteiligung sei entscheidend und sie sollte schnell – wenn es denn wieder möglich ist – erfolgen. Wie das geschehen soll, sei noch nicht entschieden.

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Wie der Hotelkomplex und das neue Gebäude, das an der Stelle der „Krone“ entstehen soll, aussehen wird, sei noch nicht endgültig entschieden, eine Entwurfsplanung sei aber schon vorhanden. Verfügen solle das Hotel wohl über 130 bis 150 Zimmer. An der Stelle der „Krone“ sei ein Geschäftshaus vorgesehen, auf dem freien Areal oberhalb, soll der Hotelkomplex mit Parkraum und Wohnraum für Mitarbeiter entstehen.

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Wichtig sei es, dass Investor und Betreiber möglichst bald konkrete Pläne vorstellen. Vielleicht wäre ja ein virtueller Rundgang durch das geplante Hotel möglich, sagte Gemeinderat Christoph von Ascheraden.