Auch in diesem Schuljahr prägte die Corona-Pandemie Schulalltag, Prüfungen und die Verabschiedung der Abiturienten des Kollegs St. Blasien. Bereits zum zweiten Mal ging die Schulzeit für die Abschlussschüler mit Zeugnis- und Preisverleihung sowie einem Gottesdienst im Abteihof unter freiem Himmel zu Ende. Gleich neun Schüler hatten die Bestnote 1,0 erreicht, fünf Absolventen wurden mit dem Pater-Alfred-Delp-Preis ausgezeichnet.

Für ihr Engagement jenseits von Noten wurden Aaron Bergmann, Raffael Borris, Mulan-Sophia Zheng, Sebastian Borris und Constantin Berger (von links) mit dem Alfred-Delp-Preis ausgezeichnet.
Für ihr Engagement jenseits von Noten wurden Aaron Bergmann, Raffael Borris, Mulan-Sophia Zheng, Sebastian Borris und Constantin Berger (von links) mit dem Alfred-Delp-Preis ausgezeichnet. | Bild: Christiane Sahli

Abiball, Zeugnis- und Preisverleihung in der Pater-Delp-Halle und abschließender Gottesdienst im Dom – so haben Generationen von Schülern ihren Abschied vom Kolleg St. Blasien erlebt. Angesichts der Corona-Pandemie war auch in diesem Jahr alles anders, die Verabschiedung fand wie im vergangenen Jahr unter freiem Himmel im Abteihof statt. Trotz aller Einschränkungen war es aber doch eine würdige Zeremonie.

Die Preisträger

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Mit Worten der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann wandte sich Schulleiter Michael Becker an die Abiturienten: „Im Widerspiel des Unmöglichen mit dem Möglichen erweitern wir unsere Möglichkeiten“, hatte diese einmal gesagt. Räume ausloten, Grenzen hinausschieben und nach einer blutig geschlagenen Nase nicht aufgeben, es immer wieder neu zu versuchen – diesen Wunsch gab Schulleiter Becker den Abschlussschülern mit auf den Weg. Und weiter: „Bleibt dran, gebt nicht auf, auch wenn Ihr gegen eine Mauer rennt, verschiebt Eure Grenzen, hört nicht auf, in der Welt nach dem Rechten zu sehen.“

Sozial und selbstständig

Die Erziehung der Schüler zu sozial handelnden Menschen sei von allen Beteiligten hervorragend und mit viel Engagement gemeistert worden, sagte Elternvertreter Johannes Stowasser. Er hob ferner die Stärkung der Abiturienten für ihr weiteres Leben durch die Erziehung zu selbstständiger Verantwortlichkeit hervor.

Die Abschlussrede

In ihren Abschiedsworten maßen die Abiturienten Vincent Holst und David Berger den im Laufe der Schulzeit gewonnenen Erfahrungen mit Menschen und Freundschaften eine große Bedeutung bei. Entgegen aller Vorurteile betreffend das Verhältnis von Internen und Externen habe ein gutes Miteinander geherrscht, sagte Berger. Die entstandenen Freundschaften könnten ein Leben lang halten, daher sind sie überzeugt: „Heute ist es ein Abschluss, aber kein Ende.“ Mit dem diesjährigen Abi­motto „per aspera ad astra“ (deutsch: Durch das Raue zu den Sternen), verabschiedete sich Holst unter donnerndem Applaus seiner Mitschüler.

Die besten Absolventen

Von den 113 Schülern, die das Ziel erreicht hatten, können sich 42 beim Notendurchschnitt über eine eins vor dem Komma freuen. Mit Constantin Berger, David Berger, Raffael Borris, Sebastian Borris, Marina Kohls, Johanna Nießing, Kim Sauter, Luca Wolf und Mulan-Sophia Zheng erzielten gleich neun Schüler die Traumnote 1,0. Er könne sich nicht daran erinnern, dass jemals zuvor so viele Schüler das Kolleg mit der Bestnote verlassen hätten, sagte Schulleiter Michael Becker. Er und seine Stellvertreterin Cathrin Stoll übergaben den jungen Erwachsenen ihre Abizeugnisse und akademische Preise.

Außerschulisches Engagement

Mit dem Alfred-Delp-Preis, der höchsten Auszeichnung des Kollegs St. Blasien, einem Preis jenseits von Noten, würdigte Kollegsdirektor Pater Hans-Martin Rieder das außerschulische Engagement der Abiturienten Constantin Berger, Aaron Bergmann, Raffael Borris, Sebastian Borris und Mulan-Sophia Zheng.