Vieles ist anders in diesem Jahr, das gilt auch für die Adventszeit. Um ihre Mitschüler in harten Zeiten aufzumuntern, haben die Mitglieder der Schülervertretung der Fürstabt-Gerbert-Schule (FGS) St. Blasien eine besondere Adventsaktion auf die Beine gestellt: In einem großen Adventskalender warten kleine Präsente auf Losgewinner. Darüber hinaus gibt es Aktionen der Fachschaft Religion und für Amnesty International.

Aufmunterung

Wie kann man die Mitschüler in harten Zeiten aufmuntern und dabei alle einbeziehen? Diese Frage stellten sich die Schülervertreter mit SMV-Lehrerin Jasmin Dziewiecki vor Beginn der Adventszeit. Ein Video brachte die Schülervertreter auf die Idee, einen Adventskalender zu bauen und mit Präsenten zu füllen. Und so machten sie sich mit Hilfe eines Lehrers an die Arbeit. Drei Nachmittage waren sie damit beschäftigt, um den Adventskalender in Form eines Tannenbaums anzufertigen.

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Für kleine Präsente hatten die Schüler ebenfalls gesorgt und sowohl örtliche als auch andere Firmen als Sponsoren ins Boot geholt. So warten nun unter anderem Döner-Gutscheine, eine Thermoskanne, ein SC Freiburg-Schal, Spiele, Stifte und jede Menge Süßigkeiten auf Gewinner. Aber ganz umsonst gibt es die Gewinne nicht, jedes Mitglied der Schulgemeinschaft, das an der Verlosung teilnehmen möchte, muss ein oder mehrere Lose zu je 50 Cent erwerben. Der Erlös kommt der SMV-Kasse und damit letztlich wieder den Schülern der Fürstabt-Gerbert-Schule zugute.

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Die Aktion kommt bestens an, sagte Lehrerin Jasmin Dziewiecki. Bereits in den ersten beiden Tagen wurden 270 Lose verkauft. Am Mittwoch holte der glückliche Gewinner Claudio in der großen Pause seinen Gewinn, einen Döner-Gutschein und Süßes, ab. „Cool“, sagte er erfreut. Noch eine weitere Aktion stellte die SMV auf die Beine: Die Schüler haben die Möglichkeit, Nikoläuse aus Schokolade zu bestellen und diese einem Mitschüler oder einer Mitschülerin, auf Wunsch auch mit einem kleinen persönlichen Text, zukommen zu lassen. Die Nikoläuse werden am Montag übergeben.

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Die Fachschaft Religion ist ebenfalls in der Adventszeit präsent. „Seelenworte“ heißt ihre Aktion. An den Eingängen des Schulgebäudes hängt an jedem Tag ein neues besinnliches Wort, geschmückt mit Tannen- und Mistelzweigen sowie Papiersternen. „Alles, was Du brauchst, um Dein Ziel zu erreichen, ist bereits in Dir“, hieß es zum Beispiel am Mittwoch. Ein Licht wird dort ebenfalls an jedem Tag entzündet, sagte Religionslehrerin Carmen Straub.

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In Sachen Amnesty International engagiert sich Referendarin Hannah Rauber. Die weltweit agierende Menschenrechtsorganisation hatte die Fälle von zehn Menschen in verschiedenen Ländern vorgestellt, die wegen ihres Engagements für Menschenrechte, politische Freiheiten oder Homosexualität inhaftiert wurden. Die Schüler haben die Möglichkeit, sich mit vorformulierten oder auch selbst verfassten Schreiben an die Behörden des jeweiligen Landes zu wenden und sich für die Inhaftierten einzusetzen. Solche Aktionen seien sinnvoll, sind die Initiatoren überzeugt: 500.000 Schreiben seien so im vergangenen Jahr weltweit zusammengekommen, Urteile wurden gekippt und Menschen freigelassen, sagte Hannah Rauber.