Die Bodenplatte ist schon gegossen, jetzt entstehen die ersten Wände des Kindergartenneubaus in St. Blasien. Während das Gebäude schon lange geplant ist, hat der Gemeinderat jetzt über die Gestaltung des Außengeländes entschieden. Klar wurde, dass sich die Ratsmitglieder eine möglichst gute Ausstattung wünschen.

Schon vor den Ferien hatte Ane Nieschling (Büro Freisign aus Freiburg) einen Entwurf für die Überarbeitung der bestehenden Gartenfläche und für die Gestaltung der neuen Fläche vorgestellt. Damals waren außer den hohen Kosten zum Beispiel auch die vorgesehenen Wasserspiele kritisch betrachtet worden. Damals entschied das Gremium, die Planer günstigere Varianten erarbeiten zu lassen, die Ane Nieschling und ihr Geschäftspartner Timo Christmann am Dienstag vorstellten.

Die Aufgabe habe einem Drahtseilakt zwischen dem Druck, Kosten einzusparen, und dem Nutzen für die Kinder, geglichen, sagte Nieschling. Für den Bestandsgarten hatten die Landschaftsarchitekten eine Mini- sowie eine Maxivariante im Gepäck, beim neuen Entwurf habe das Team „die Sparbremse angesetzt“.

Das Ergebnis: Beim Neubau fehlen im aktuellen Entwurf ein zweiter Sandspielbereich mit Spielpodesten, eine Schaukel, ein Natursteinmäurerchen und Vegetationsflächen. Für hochwertigen Asphalts werde die zu befestigende Fläche mit Betonsteinen gepflastert. Und statt einer Hütte vom Zimmermann könne man auch mit einer einfachen „Baumarkthütte“ zurechtkommen. Auf diese Weise konnten die Planer rund 73.500 Euro für die Gestaltung des Neubaugartens einsparen.

Im Bestandsgarten sieht die Maxiversion, für die sich der Gemeinderat schließlich auch einstimmig entschied, mehrere Einsparungen im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf vor: Im Ü3-Bereich wird der Sandspielbereich mit Spielhäuschen verkleinert, es wird nur einen kleinen Eingriff in den Kletterhügel geben, auch dort fällt ein Natursteinmäuerchen weg und Betonpflaster ersetzt Asphalt und es werden weniger Vegetationsflächen vorgesehen. Im Bereich für die Unterdreijährigen wird auch der Sandspielbereich verkleinert, außerdem gibt es nur ein vereinfachtes altersgerechtes Spielgerät. Diese Variante werde rund 117.000 Euro kosten, wobei die Stadt 70 Prozent und die Kirchengemeinde 30 Prozent der Kosten zu tragen haben.

Ane Nieschling zeigte auch auf, wie zum Beispiel durch den Einsatz des städtischen Bauhofes weiter gespart werden könnte. Sie sieht ein Potenzial in Höhe von rund 21.200 Euro für beide Bereiche. Kindergartenleiterin Andrea Boskovic hatte zuvor gesagt, dass der Kindergarten mit 130 bis 160 Kindern ohne eine zweite Schaukel nicht auskommen würde. So viele Kinder bräuchten „einfach Dinge, um sich zu beschäftigen“. In mehreren Wortmeldungen wurde deutlich, dass es sich die Ratsmitglieder wünschen, den Kindern möglichst viel zu bieten – vielleicht auch mit Hilfe von Spendern.

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