Mit großer Freude hat Michael Neymeyer, künstlerischer Leiter der Klosterkonzerte St. Blasien, dieser Tage bekannt gegeben, dass im Oktober und November wieder Konzerte stattfinden. Das Konzert am 22. Oktober wird aufgrund der coronabedingten Begrenzung auf 100 Zuhörer gleich zweimal erklingen, einmal um 16.30 Uhr und dann mit identischem Programm nochmals um 19.30 Uhr.

„Worum wir schon jetzt die Besucher bitten müssen“, so Neymeyer, „ist der Verzicht auf den Pausensekt sowie das Zusammenstehen in Grüppchen vor und nach dem Konzert.“ Das Hygienekonzept, das er für die Veranstaltungen vorlegen musste, beinhaltet Maskenpflicht bis zum Sitzplatz. Dort darf die Maske dann abgelegt werden, wobei jeder zweite Platz frei bleiben muss.

Dankbar ist Neymeyer, dass der neue Kollegsdirektor sofort seine Unterstützung zugesagt hat und sich bei dem Konzert persönlich vorstellen wird. Für die Konzertbesucher kann Neymeyer auf die Infrastruktur des Kollegs zurückgreifen. Beispielsweise sind die Desinfektionsspender bereits vor Ort und im Einsatz.

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„Ich bin nicht nur des Öfteren angesprochen worden, wann denn Konzerte wieder stattfinden könnten“, erklärt Neymeyer, „auch die Kunstschaffenden selbst warten natürlich sehnsüchtig darauf, wieder vor Publikum auftreten zu dürfen“. Daher sei das Ensemble, das am 22. Oktober auftritt, auch sofort bereit gewesen, sein etwa einstündiges Konzert zweimal zu geben.

Zu hören sein wird eine nicht ganz gewöhnliche Besetzung aus zwölf Cellisten, teilweise noch ergänzt durch ein Alphorn und eine Sopranistin. Aufführen werden die Künstler Arrangements und Originalkompositionen, darunter das „Brandenburgische Konzert Nr. 6“ von Bach, Teile aus Georges Bizets „Carmen“ oder Werke von Astor Piazzolla und Heitor Villa-Lobos. Aber auch die Uraufführung von „De Profundis“, einem eigens für Celli und Alphorn geschriebenen Werk des 1962 geborenen Graham Waterhouse, wird erklingen.

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Die „Cellifamily“, wie sich die zwölf Cellisten nennen, wurde 2006 gegründet und umfasst international bekannte Solocellisten, die seit 2017 im „Kulturzentrum3klang“ im südbadischen Laufen ein Zuhause gefunden haben. Sie treten in St. Blasien mit der Sopranistin Anna Doris Capitelli und dem Alphornbläser Franz Schüssele auf.

Im Konzert, das am 19. November geplant ist, wird das Trio Bohémo, ein tschechisches Klaviertrio, mit Werken unter anderem von Dvorák, Rachmaninow und Schoenfield zu hören sein. Auch dieses Konzert wird zweimal, aber ohne Pause, gespielt werden.

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