Viel war los beim jüngsten Wochenmarkt auf dem Sparkassenplatz in St. Blasien. Einheimische und Auswärtige nutzten das Angebot der Marktbeschicker. So gut lief es aber nicht das ganze Jahr über, zufrieden sind die Standbetreiber dennoch überwiegend. Eine kleine Pause, bis die nächste Kundin an seinen Verkaufswagen herantritt, nutzt ein Metzger für einen Rückblick: Die aufgrund der Einschränkungen im Frühjahr ausgebliebenen Touristen habe bei seinem Umsatz eine Delle hinterlassen, sagt er.

Auf Stammkunden ist Verlass

Ob das Jahr aber viel schlechter als andere Jahre war? Käme er nicht schon seit vielen Jahren nach St. Blasien, würde er nur aufgrund des diesjährigen Ergebnisses womöglich überlegen, ob er auch in Zukunft den kleinen Wochenmarkt in der Domstadt ansteuert. Er könne sich aber auf seine Stammkunden verlassen, also sei das zunächst einmal kein Thema für ihn.

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Das Jahr sei schon besonders gewesen, sagten die meisten Marktbeschicker. Ihn habe die Coronavirus-Krise sogar erst nach St. Blasien geführt, sagte Peter Bär aus Rickenbach. Mit seinem Käsestand ist er üblicherweise auf dem Markt in Waldshut. Dort habe man die ausbleibenden Kunden aus der Schweiz besonders stark gespürt. Seine Marktnachbarn, die auch den Markt in St. Blasien beschicken, hätten ihn gefragt, ob er nicht auch freitags in die Domstadt kommen wolle. Er habe es nicht bereut, sagt Bär, auch wenn er noch nicht wisse, ob er im kommenden Jahr auch noch den Wochenmarkt in St. Blasien ansteuern werde. Der sehr enge Kontakt zu den Kunden, das sehr freundliche, fast freundschaftliche Verhältnis genieße er in der Domstadt. „Sehen Sie, genau das meine ich“, sagt er, als ihm eine Kundin einen Kaffee an den Stand bringt.

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Zufrieden zeigen sich auch die Standnachbarn. Ihr Obst und Gemüse ist gefragt und war es auch in den vergangenen Monaten. „Wir sind zufrieden“, sagt die Verkäuferin. Dass das Jahr ein wenig anders als die Vorjahre war, habe man schon gespürt, einen großen Einbruch habe es beim Umsatz aber dennoch nicht gegeben.

Zufrieden mit der Nachfrage

Fehlende Touristen habe er in den vergangenen Monaten, vor allem im März und April, nicht gespürt, sagte Oliver Albrecht vom Windberghof in St. Blasien. Im Gegenteil er habe auch von anderen Marktbeschickern, die andere Märkte besuchen, gehört, dass regionale Produkte in dieser Zeit besonders stark nachgefragt worden seien. Er sei mit den bisherigen Markttagen in St. Blasien jedenfalls auch zufrieden.

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