Die Trennung in Winter- und Sommersaison am Feldberg soll, wenn es nach St. Blasiens Bürgermeister Adrian Probst geht, bald Geschichte sein. Zentral bei der Entwicklung der Ganzjahresangebote sollen eine effizientere Beschneiung sowie Bahnen sein, die winters wie sommers befahrbar sind, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt nach einem Treffen von Adrian Probst mit dem Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner in Berlin.

Im zurückliegenden Winter habe der Liftverbund Feldberg mit mehr als neun Millionen Euro einen Rekordumsatz erzielt. Mit Blick auf die wegen Corona komplett ausgefallene Saison 2020/21, auf hohe Verbindlichkeiten aus der Vergangenheit und auf die notwendigen Investitionen im Skigebiet stehe der Liftverbund jedoch vor großen Herausforderungen.

Liftverbund will mehrere Großprojekte anstoßen

Um diese zu meistern, müssten nach Probsts Meinung zur Sicherung und Weiterentwicklung des wintertouristischen Angebots in den kommenden Jahren mehrere Großprojekte angestoßen und die Entwicklung der Ganzjahresangebote vorangetrieben werden.

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Die zentrale Rolle soll eine modernere, effizientere Beschneiung spielen sowie Bahnen, die – wie jetzt die Feldbergbahn – sowohl im Winter als auch im Sommer Gäste befördern können. Der reine Skitourismus sei mit Blick auf den Klimawandel und das veränderte Freizeit- und Reiseverhalten kein Selbstläufer.

Außerhalb der Wintersaison ziehe es viele Gäste an den Feldberg, so Probst. Daher werde intensiv eine Zukunftsstrategie mit dem Arbeitstitel Feldberg 2030 entwickelt. „Wir sprechen dabei über Investitionen in Höhe von vielen Millionen Euro“, so Probst.

Lösung für das Verkehrsproblem gesucht

Der natur- und umweltverträglichen Umsetzung der Pläne komme eine wichtige Rolle zu. „Der Liftverbund Feldberg will hier eine Vorreiterrolle einnehmen“, so Probst. Mit dem neuen Verkehrsleitsystem habe man einen großen Schritt in die richtige Richtung getan. „Jetzt müssen weitere Mosaiksteinchen zur Lösung des Verkehrsproblems zusammengesetzt werden“, so Probst.

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Der St. Blasier Bürgermeister betont die „Notwendigkeit, die besagten Herausforderungen gemeinsam anzugehen“. Bei der Umsetzung würden die finanzschwachen Gemeinden Feldberg, St. Blasien und Todtnau, die den Liftverbund Feldberg bilden, die Unterstützung der Landes- und Bundespolitik benötigen, was auch Gegenstand des Gesprächs mit Felix Schreiner gewesen sei.

Schreiner habe die immense Bedeutung des Tourismus‘ für Baden-Württemberg betont, so Probst. Gerade im Schwarzwald hänge ein großer Teil der regionalen Infrastruktur und Wertschöpfung davon ab. Schreiner werde sich als Abgeordneter für den Liftverbund einsetzen, etwa wenn es um Fördergelder gehe.