Viele Vorarbeiten sind erledigt, ein Konzept steht – mit einem attraktiv gestalteten Heft wollte der Förderverein Sanagarten jetzt Spenden sammeln, um einen Finanzierungsbeitrag zur Sanierung des Sanagartens in St. Blasien zu leisten. Das Coronavirus hat bei dieser Projektplanung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt werde der Verein zusammen mit der Stadt und dem Denkmalamt darüber sprechen müssen, wie das Vorhaben doch noch umgesetzt werden kann, sagt Vereinsvorsitzender Christoph von Ascheraden.

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„Das beschäftigt uns schon ein bisschen“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Sanagarten bei Gespräch. Erst vor wenigen Tagen hatte Bürgermeister Adrian Probst die Folgen der Corona-Krise für die städtischen Finanzen beschrieben und die Notwendigkeit betont, dass die Stadt Ausgaben reduzieren müsse.

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Und dann stehen Freiwillige und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs vor der maroden westlichen Pergola im Sanagarten und stellen nach dem Abbau der Holzkonstruktion fest, dass auch eine Säulenreihe nicht standfest ist – sie wurden umgelegt. Nun solle geprüft werden, wie fest die anderen Säulen im Sanagarten sind, sagt Christoph von Ascheraden, denn die Verkehrssicherheit müsse sichergestellt werden.

Die Überraschung zeigt aber auch das Problem, vor dem die Stadt als Eigentümerin, und der Förderverein stehen: Wartet man mit der Sanierung noch länger, werden die Schäden immer größer und die Kosten steigen vermutlich, sagt der Vereinsvorsitzende.

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Im Jahr 2025 besteht der Garten seit 100 Jahren. Bis dahin sollte sich dort viel getan haben. Jetzt verändert der Verein zunächst sein Ziel: „Wir werden versuchen den Garten so zu erhalten, dass er für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben kann“, sagt von Ascheraden. Aber der „gut geplante Fischzug durch das Sponsorenbecken ist jetzt nicht möglich“, das passe jetzt einfach nicht, ergänzt er. Das fertige Sanierungskonzept geht von Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro aus.

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Davon sollte die Stadt einen Teil übernehmen und der Förderverein möchte über Spenden ebenfalls einen großen Teil beisteuern. Außerdem haben die Verantwortlichen Fördergelder von unterschiedlichen Stellen eingeplant. Ursprünglich gingen der Förderverein und die Stadt davon aus, dass Förderbescheide im Frühjahr 2021 vorliegen und mit der Grundsanierung dann auch begonnen werden kann. „Dieser Plan ist jetzt kräftig durcheinandergewirbelt worden“, sagt von Ascheraden, der als Gemeinderat auch ein Auge auf die städtischen Finanzen haben muss. Die Stadt könne jetzt für denkmalpflegerische Arbeiten keine Zusage machen, sagt er.

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Mit der durch das Coronavirus entstandenen Situation werde sich aber auch das Denkmalamt auseinandersetzen müssen. Denn bislang gelte laut Christoph von Ascheraden das Prinzip, dass geförderte Projekte nicht in verschiedene Abschnitte geteilt werden können und alles von den Eigentümern mitfinanziert werden müsse. Halte man daran fest, könnten wohl viele Denkmale in Deutschland nicht mehr erhalten werden.

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In den kommenden Woche werde man sich an einen Tisch setzen und verhandeln. Ziel sei es, die Sanierung des Sanagartens in drei Abschnitte aufzuteilen, damit das Projekt überhaupt finanzierbar ist. In einem ersten Schritt müsste beispielsweise das Mauerwerk trockengelegt werden, bevor dann im zweiten Schritt die Rekonstruktion der Fassaden angegangen werden könnte. Der letzte Sanierungsschritt wären dann die Anlage des Gartens nach denkmalschützerischen Vorgaben, sagt von Ascheraden.

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„Wir werden sehen, ob wir ein den Verhältnissen angepasstes Konzept auf die Beine kriegen können“, sagt der Vereinsvorsitzende. Um das zu schaffen, wolle man auch politische Entscheidungsträger ansprechen. Die Sanierung langfristig zu verschieben, würde dem Ziel widersprechen, ihn erhalten zu wollen, sagt von Ascheraden. Der Verein wisse, dass der Sanagarten in finanziell schwierigen Zeiten auf einer Prioritätenliste nicht oben stehen wird. Gerade deshalb müsse man sich bemühen, den Rückhalt der Einwohner für das Projekt zu behalten.

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