Mit einem großen Dank an alle, die sich im vergangenen Jahr für das Gemeinwohl in Schwörstadt einsetzten, eröffnete Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat am Sonntagnachmittag den diesjährigen Neujahrsempfang. Mehr als 300 Einwohner waren in die Festhalle gekommen.

Mit einem schwungvollen Programm eröffnete und umrahmte der Musikverein die festliche Veranstaltung. Die Bürgermeisterin begrüßte die Delegation aus dem französischen Partnerort Aillevillers unter Leitung von Bürgermeister Jean-Claude Tramesel. Im vergangenen Jahr erlebte die Partnerschaft einige Höhepunkte.

Positive Bilanz

Überhaupt konnte sie in ihrem Rückblick auf etliche größere und kleinere Fortschritte verweisen. Die Planungen für das Wohngebiet am Rhein kamen gut voran. „Ich hoffe, dass alle bei ihren Zusagen bleiben, damit wir in absehbarer Zeit dort beginnen können“, wandte sie sich an die Zuhörer. Als Erfolg müsse man ebenso den beschlossenen Lärmschutzplan sehen, auch wenn die Umsetzung noch einige Monate dauern werde. In der Gemeindeverwaltung sei es mit großem Aufwand gelungen, das neue kommunale Haushaltsrecht einzuführen. Vieles Wünschenswerte sei vom Geld abhängig, deshalb könnten manche Vorhaben nur Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Lob für Ehrenamtliche

Viele Leistungen für die Gemeinschaft fallen kaum noch auf, zum Beispiel der Einkäuferbus. Dieses Angebot werde dank ehrenamtlicher Mithilfe von Bürgern wöchentlich abgesichert. Als bemerkenswert bezeichnete sie die Ausprägung der Grundschule zu einer Naturparkschule. Damit werde den Grundschülern ein Profil angeboten, das starke Bindung zur Heimat ausprägen werde – ebenfalls mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer und vieler Partner. Gerade solche Gemeinschaft sei typisch für das Zusammenleben in kleinen Orten.

Lage im Dreiländereck

Das würdigte auch Landrätin Marion Dammann, die in ihrem Grußwort noch die Lage im Dreiländereck aufgriff. Wie schnell und leicht hier mit Partnern in der Schweiz und in Frankreich zusammengearbeitet werde, finde oftmals in den abgelegenen Hauptstädten wenig Verständnis. Das sei doch auch etwas ganz Besonderes unserer Region. Der Landkreis lege großen Wert darauf, auf allen Gebieten eng mit den Kommunen, in Abstimmung und deren Mitwirkung die Lösung von Problemen anzugehen. Den weiteren Ausbau von Digitalisierung und öffentlichem Nahverkehr nannte sie dazu. Dammann ging aber auch auf das teilweise raue Klima im gesellschaftlichen Diskurs ein. Die Ausgestaltung der Gesellschaft lebe gerade von Dialog und Kompromissen.

Digitalisierung als dringliche Aufgabe

Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller hob nochmals die Digitalisierung als dringende Aufgabe hervor. Schwörstadt werde im Rahmen der besonderen Förderung des ländlichen Raumes ab 2012 jährlich weitere 33.000 Euro Fördergeld vom Land erhalten. Im Ausblick auf 2020 nannte Trautwein-Domschat die weitere Arbeit am Gemeindeentwicklungsplan bis 2035. Im Frühjahr soll in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung der Bevölkerung das mit Vorschlägen aus der Einwohnerschaft gestaltete Konzept vorgestellt werden.

Mehrfach Beifall für Bürgermeisterin

Zu den weiteren Vorhaben gehört das Bemühen um dichteren Busverkehr, damit auch für Berufspendler ins Wiesental die Linie attraktiver wird. Ebenfalls konzentriert werden Verwaltung und Gemeinderat an der Verbesserung der Kinderbetreuung arbeiten. Die vor kurzem neu gegründete Kindergartengruppe „Schlaufüchsle“ habe zwar ein vorübergehendes Quartier in den Räumen der Dossenbacher Ortsverwaltung, doch die endgültige Lösung sei in Räumen des Schulgebäudes zu schaffen. Mehrfach quittierten die Besucher den Vortag der Bürgermeisterin mit Beifall. Der Neujahrsempfang endete mit einer Plauderstunde für die Einwohner.

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