Der Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen stellt das Georg-Büchner-Gymnasium vor ganz neue Herausforderungen. Weil Lüften im Kampf gegen das Coronavirus zentral ist, wird die Sanierung der Fenster immer drängender. Zudem soll die Digitalisierung vorangetrieben werden.

  • Pandemie-Betrieb: „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen ist eine sehr gewagte Sache, ein großes Experiment ohne sicheren Ausgang“, meint Schulleiter Volker Habermaier. Alle Schüler sind wieder an der Schule, Desinfektionsmittelspender wurden im Gebäude aufgestellt. Auf dem Pausenhof und den Verkehrswegen gilt Maskenpflicht, aber nicht im Unterricht. Lehrer können bis nach den Herbstferien kostenlos Coronatests machen. „Wir versuchen, die Schüler in Mitverantwortung zu nehmen“, sagt Habermaier. „Sie sind offen für solche Themen und nehmen Rücksicht auf Mitschüler, die etwa Sorgen wegen ihrer Großeltern haben.“ Chor und Orchester wie auch jahrgangsübergreifende AGs können derzeit nicht stattfinden, und auch Ausflüge und Klassenfahrten sind wenigstens noch im ersten Schulhalbjahr ausgesetzt.
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  • Pläne für die Digitalisierung: In den Klassen 5 und 8 finden die landesweiten Vergleichsarbeiten statt, aus denen die Schule Rückschlüsse zu den Klassen und Einzelschülern ziehen kann. „In Klasse 8 haben wir festgestellt, das nicht alle Schüler die Aufgabenstellung verstehen“, sagt Habermaier, weswegen eine Sprachförderung aufgelegt wurde. Die Digitalisierung im Unterricht ist angesichts der Pandemie wichtig, die Schule stellt derzeit einen Medienentwicklungsplan fertig, der Bedingung für Fördergelder ist. Ziel ist es, für jeden Raum eine Grundausstattung aus Beamer, Medienwagen und Dokumentenkamera anzuschaffen, aber auch Fortbildungen im Bereich digitaler Unterricht sind notwendig. Ob die Schule mit WLAN ausgestattet wird, ist noch nicht sicher, sagt Habermaier. Am Glasfasernetz hängt das GBG noch nicht.
  • Weiterer Sanierungsbedarf: „Die Stadt hat erfreulicherweise die Toiletten im Hauptgebäude saniert“, sagt der stellvertretende Schulleiter Clemens Hauser. „Das Thema hat uns jahrelang beschäftigt.“ Vier WC-Anlagen für Mädchen, vier Anlagen für Jungen und eine Behindertentoilette wurden in den Sommerferien neu gemacht. Jüngst wurden zwei Besprechungszimmer und ein Lehrerarbeitszimmer mit zehn PC-Arbeitsplätzen eingerichtet. Hauser verweist aber auf weitere Baustellen: Etwa die Fenster, die sich teilweise gar nicht oder nur mit Mühe öffnen lassen und teils undicht sind. „Das ist ein aktuelles Thema, wo man jetzt so viel Lüften soll“, sagt Hauser. Gespräche mit der Stadt laufen.
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  • Partizipation im Fokus: Volker Habermaier sagt, dass wegen der Faltwand des Musiksaals zum Lichthof, beim Schülercafé und des Tonbrennofens noch Brandschutzfragen geklärt werden müssen. „Eine Schule, die nach Georg Büchner benannt ist, muss auf Partizipation setzen“, meint er. Im Arbeitskreis Lebens- und Lernort GBG setzen sich Lehrer und Schulsozialarbeiter mit der Raumthematik auseinander, auch die Schülermitverwaltung (SMV) wird eingebunden. Diese wurde neu aufgestellt: Statt eines Schülersprechers gibt es nun ein zehnköpfiges Gremium. Zum informellen Austausch wurde zudem ein Runder Tisch für die Gremien Elternkonferenz, Gesamtlehrerkonferenz und SMV eingerichtet.