Mit sternförmig in den Hang eingelassenen Sitzstufen aus aufgestellten Stahlplatten hat die Stadt Rheinfelden eine neue Aufenthaltsmöglichkeit am Rheinuferweg unweit der Dürrenbachmündung geschaffen. Ein davor gelagerter großer Stern auf Höhe des Weges dient ebenfalls als Sitzfläche. Eine Treppe führt die Sitzstufen hinauf und über einen Weg kommt man auf das Sunnebugele, wo eine zweite Begegnungsstätte mit Aussicht auf das Schweizer Ufer eingerichtet wurde.

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„Es gab Aufregung um den Namen Sunnebuggele. Es hieß der sei nicht alemannisch genug“, berichtete Oberbürgermeister Klaus Eberhardt bei der auf 20 Personen beschränkten Eröffnungsfeier. Der Blick in die Historie habe aber gezeigt, dass schon früher, als der Hügel noch eine landwirtschaftlich genutzte Wiese war, dort ein als Sunnebuggele bekannter Treffpunkt war, bevor die Natur den Hügel überwucherte. Das Sunnebuggele ist Teil des grenzüberschreitende Rheinuferwegs der beiden Rheinfelden geworden.

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Die Maßnahme haben Landschaftsarchitekt Roland Senger und Architekt Christoph Geisel geplant. Bei der Planung und der Umsetzung wurden regionale Firmen aus Rheinfelden und Schliengen beauftragt. „Dass es zu der Verzögerung kam, liegt an der Pandemie“, stellte Eberhardt fest. Der Baubeginn war im November 2019, im März war die Baumaßnahme abgeschlossen. Während des Lockdown war es allerdings verboten, öffentliche Plätze zu betreiben oder zu eröffnen.

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Das grenzüberschreitende Projekt findet unter dem Dach der Internationalen Bauausstellung (IBA) Basel 2020 statt. „Der Rhein kann mehr“, sagte Eberhardt und verwies auf die IBA-Projektgruppe „Rheinliebe“. Innerhalb der Projektgruppe wurde der ursprünglich auf die beiden Rheinfelden beschränkte Rheinufer-Rundweg als „Rheinuferrundweg extended“ auf die benachbarten Gemeinden Bad Säckingen, Grenzach-Wyhlen, Möhlin, Mumpf, Schwörstadt, Stein, Wallbach und Wehr ausgeweitet.

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Auf dem Sunnebuggele wurde der bestehende Eichenwald freigeschnitten. Um den Blick auf das Schweizer Ufer zu gewährleisten wurde ein Sichtfeld frei geschnitten. Baumstämme dienen als Sitzgelegenheiten unter dem lichten Hain. Nisthilfen für den Baumläufer wurden angebracht. Eberhardt führte an, dass aber nicht nur ein Platz für die Naherholung geschaffen worden sei, sondern durch das Auslichten auch Lichtbaumarten wie Stieleiche, Feld­uIme und Linde gefördert werden und der Ort für Vögel und Fledermäuse ein Jagdhabitat darstellt.

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Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 135.000 Euro, wovon 113.400 Euro im Rahmen des Interreg-V-Programms von der Europäischen Union eingebracht werden. Das Projekt „Rheinuferrundweg extended“ wurde als Leuchtturmprojekt bewilligt und bekommt eine 70-prozentige Förderung. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 2,64 Millionen Euro.