Trotz des guten Wetters am vergangenen Wochenende hatte die Polizei in Rheinfelden nicht außergewöhnlich viel mit Corona-Verstößen zu tun. Das sagte Polizeirevierleiter Bernhard Weis auf Nachfrage dieser Tageszeitung. Vor zwei Wochen konnten die Beamten am Wochenende nicht allen Hinweisen nachgehen, weil zwei Streifen in Grenzach-Wyhlen gebunden waren. Dort hatten sich vier Menschen in einer Gaststätte getroffen und beim Eintreffen der Polizei die Tür auch nach Aufforderung nicht geöffnet, sodass schließlich ein Schlüsseldienst die Tür öffnen musste.

Die Vorgeschichte

Im Nachgang hatte Weis zugegeben, über mehr Personal nachdenken zu müssen, falls sich solche Fälle wiederholen. An diesem Wochenende sei es beim Thema Corona-Verstöße hingegen „relativ ruhig“ geblieben. Es habe einen Verstoß von vier Personen in einem Auto gegeben, außerdem drei Verdachtsmeldungen „bei denen nichts festgestellt werden konnte“. Menschen hatten sich hier bei der Polizei gemeldet, weil sie angeblich Verstöße gegen die Maskenpflicht oder eine Ansammlung junger Menschen wahrgenommen hatten, so Weis.

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Mehr zu tun gehabt habe die Polizei mit Unfällen – zufällig sei aber auch an diesem Wochenende die Bereitschaftspolizei vor Ort gewesen, sowohl am Freitag- als auch am Samstagnachmittag. Diese sei im Rahmen der Corona-Regeln immer wieder zusätzlich in den Kommunen, um Präsenz zu zeigen, erklärt Weis. „Und am Freitag war halt gerade Rheinfelden dran.“ Am Samstag sei die Bereitschaftspolizei für eine Schwerpunktaktion zum Thema Zuwanderung in Rheinfelden gewesen, „dabei ist das im Moment gar nicht so das Thema“.

Aufstockung schwierig

Grundsätzlich sei die Personalaufstockung aber schwierig – „woher soll ich das Personal nehmen?“, so Weis. Bei konkreten Anlässen könne er einmal eine zusätzliche Streife abstellen, aber dann brauche es einen Grund. Im Zweifel könne das Revier aber immer auch Nachbarreviere anfragen.