Musik, Kabarett, Ausstellungen – zu normalen Zeiten hat die Stadt eine reiche Auswahl an kulturellen Veranstaltungen. Das Programm fürs nächste Halbjahr hingegen passt auf wenige Seiten. Doch Bürgermeisterin Diana Stöcker und Kulturamtsleiterin Henrike Fuder sind froh, dass in diesen besonderen Zeiten überhaupt etwas geht.

„Eine Stadt braucht Kultur“, schickte Stöcker beim Pressegespräch voraus. Wie sehr das gefehlt habe, merke sie auch an aktiven Nachfragen seitens der Bürger. Mit dem nun ausgearbeiteten Programm wolle man insbesondere die treuen Fans und die Abonnenten bedienen. Deshalb gibt es bis März neun Kabarett-Abende und vier Meisterkonzerte. Silvester- und Weihnachtskonzerte wird es wieder geben, ebenso Lesungen und im Februar die Kindertheatertage.

Rund 70 Menschen haben ein Abo für die Meisterkonzerte, etwa 100 eines für die Kabarett-Reihe. „Wir wollen dazu aufrufen, dass die Abonnenten Gebrauch davon machen“, so Fuder. Um die Besucher und Künstler zu schützen, ist die Stadt auf Nummer sicher gegangen und hat mit nur sehr begrenzten Sitzplätzen geplant.

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So können die Meisterkonzerte 125 Personen besuchen, die Kabarettvorstellungen 150. Jeder Besucher – oder Haushalt – hat nach allen Seiten hin 1,50 Meter Abstand. Auf den Wegen bis zum Platz oder auch zur Toilette gilt Maskenpflicht, am Platz darf man diese aber abnehmen. Einige der Kabarett-Künstler spielen ein verkürztes Programm, in dem es keine Pause geben wird. Das gilt auch für die Premiere am Donnerstag, 24. September, mit Andrea Volk, die ihre Zuhörer mitnimmt in den alltäglichen Wahnsinn des Büros.

Fuder empfiehlt dringend, Karten im Vorverkauf zu erwerben. „Dann kann man sich dort schon registrieren und spart sich den Schreibkram an der Abendkasse.“ Einzige Vorverkaufsstelle in der Stadt ist die Tourist-Info.

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Das Programm ist von September bis März ausgelegt – angesichts unbekannter Entwicklung der Infektionszahlen ein mutiger Schritt. Um trotzdem möglichst flexibel zu bleiben, hat die Stadt auf eine gebundene Broschüre verzichtet, das Programm liegt im PDF-Format vor. So können Änderungen schnell vorgenommen werden. Und die Stadt spart Geld, nachdem schon das letzte Programm „für die Tonne produziert“ wurde, so Fuder. Sollten Veranstaltungen ganz ausfallen müssen, wird der Ticketpreis auf jeden Fall zurückerstattet.

An den Preisen selbst hat sich nichts geändert. „Das haben wir bewusst so gelassen, weil wir möchten, dass sich die Bürger das leisten können“, so Stöcker. Zwar nehme die Stadt aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl weniger ein, habe aber auch weniger Ausgaben, weil das Programm insgesamt deutlich kleiner ausfällt.

Nicht nur die Bürger freuen sich auf ein kleines Stück Alltag, auch die Künstler, seien froh, „dass sie nicht mehr Auto-Comedy machen müssen“, so Fuder.

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