Die Ringersaison 2020/2021 ist wegen der Corona-Krise abgesagt, auch sonst gibt es keine fixen öffentlichen Termine beim TuS Adelhausen. Timo Zimmermann, der bei der Hauptversammlung als Vorsitzender Ringen geschlossen bestätigt wurde, verdeutlichte die Gründe.

Ausschlaggebende Punkte für die Entscheidung waren letztendlich die fehlende Planungssicherheit von Sponsoreneinnahmen und von Zuschauern sowie die Umsetzung und Einhaltung der Hygieneauflagen für den Wettkampfbetrieb. Zudem bestehe auch eine Ungewissheit über die rechtlichen Konsequenzen, wenn sich Sportler und Zuschauer infizieren. Auch stelle es ein großes Problem dar, wie verfahren werden muss, wenn tatsächlich ein positiver Fall auftrete.

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Mit der aktuellen Lage verbunden ist bei dem Rheinfelder Vorzeigeverein auch das Thema Liquidität. Denn, so Zimmermann: „Zusätzlich zu den ausfallenden Einnahmen durch Veranstaltungen, müssen wir die Kosten im laufenden Vereinsbetrieb bezahlen und unsere Darlehen für den Hallenanbau tilgen. Es bestehen bereits Stundungsvereinbarungen mit den betreffenden Ämtern, und da wir stets einen guten Willen zeigen und das Jahr 2019 finanziell positiv nach Plan gelaufen ist, besteht ein kooperatives Verhältnis.“

Marketing läuft sehr gut

Erfreulich ist, dass das Marketing „sehr gut“ laufe und in den nächsten Wochen und Monaten noch mehrere Gespräche mit Sponsoren stattfinden werden. Die mehrköpfige Marketinggruppe unter der Leitung von Uwe Claassen hat ein neues Marketing-Konzept als „Goodwill-Aktion“ erstellt. „Das kommt bei den bestehenden Sponsoren sehr gut an, sodass viele schon zugesichert haben uns, die Treue zu halten“, sagte Timo Zimmermann.

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Uwe Claassen ergänzte: „Wir überlegen, wie wir mit unseren Sponsoren in Kontakt bleiben können. Wir haben ein ganz neues Magazin entworfen, das zwei Mal erscheint. In den nächsten vier Wochen laufen Gespräche, wir haben verschiedene Arbeitsgruppen, und wenn alles funktioniert, dann wird der TuS Adelhausen richtig gute Perspektiven haben. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Hohe Solidarität zum Verein

Zimmermann weiß, dass die gebildeten Perspektivgruppen eine hohe Solidarität zum Verein zeigen, alle arbeiteten sehr aktiv mit. Und er kann behaupten: „Für die kommende Zeit sind wir sehr gut aufgestellt und versuchen stets, eine höhere Professionalität anzustreben.“ So wird es im August und September einen Dauerkartenverkauf als Spendenaktion geben, den bisherigen Karteninhabern wäre man sehr dankbar, wenn sie diese trotz ausfallender Saison wieder erwerben und den Verein dadurch unterstützen würden. „Wir versuchen weiter, mit Zuversicht auf diesem guten Weg zu bleiben und mit kreativen Lösungen den Problemen zu begegnen. So können wir mit der Hilfe aller hoffentlich aus dieser Krise zusammen stärker hinauskommen“, so Zimmermann.

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Die zurückliegende Ringersaison war durchwachsen, der Verein belegte Platz zwei in der Vorrunde der Bundesliga Südwest, keine gute Ausgangssituation für die Auslosung der Playoff-Runde. Adelhausen wurde dem letztjährigen deutschen Mannschaftsmeister Burghausen zugelost, im Viertelfinale war die Saison beendet.

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorstand Ringen Timo Zimmermann, Vorstand Breitensport und Abteilungsleiter Eltern-Kind-Turnen Isabella Frech, Schriftführerin Cornelia Alena Dopp (neu), Abteilungsleiter Jedermänner Torsten Baumgartner (neu), Männer Ü50 Rainer Stark, Kassenprüfer Jürgen Hass, Passivbeisitzerin Sabrina Brunner.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Bernhard Woldrich, seit 20 Jahren ist Sabine Schneller dem TuS Adelhausen treu. 25 Jahre passiv unterstützen Sabrina Henke, Frank Sutter und Tim Börsig den Verein.