In Nollingen ist die Hebelschule das Thema auf der Agenda für die Sitzung mit dem Oberbürgermeister am Montag, 9. November, dieses Jahres. Das jedenfalls hat der Stadteilbeirat beschlossen. Bei den Elternvertretern wie auch in der Schulleitung herrscht große Unzufriedenheit mit der Aufteilung der Schüler an zwei Schulstandorten. Auch die Raumknappheit sorgt seit Längerem schon für Verdruss.

Unterricht in zwei Gebäuden

Die aktuelle Situation mit Unterricht in zwei Schulgebäuden und Containern, die bei der neueren Schule im Neumattenweg stehen, darf aus Sicht des Beirats keine Dauerlösung sein. Beiratssprecher Rainer Vierbaum formulierte die Forderung deutlich: „Die Zielsetzung in fünf Jahren ist, dass wir einen Neubau brauchen“.

Gleichzeitig ist es ihm wichtig, dass auch der Zustand des alten Schulgebäudes beleuchtet und herausgearbeitet wird, ob noch Geld investiert werden soll. Vierbaum fordert, dass für die entsprechende Planung Mittel im nächsten Haushaltjahr eingestellt werden.

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Schulleiterin Sigrid Senger forderte in der Sitzung „einen Anbau und einen komprimierten Standort für die Hebelschule Nollingen“. Zudem sei es wichtig, so Senger, dass grundsätzlich mehr Räume zur Verfügung stehen.

176 Schüler besuchen derzeit die Hebelschule, eingeschult werden pro Jahr um die 40 Kinder. In der Hebelschule findet der Unterricht in zwei Gebäuden statt: Im Altbau in der Beuggener Straße, der unter Denkmalschutz steht, und im neueren Gebäude Neumattenweg.

Die Hebelschule ist eine Grundschule mit momentan 17 Inklusionsschülern, sie wird, so die Schulleiterin, Inklusionsstandort werden. Die Klassen eins und zwei (jeweils zwei Klassen) werden in der neueren Schule unterrichtet, die Klassen drei und vier (auch jeweils zwei Klassen) im alten Schulgebäude. Für den Sportunterricht müssen die Mädchen und Jungen von der Beuggener Straße in den Neumattenweg zügeln.

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„Wir haben einen Alt- und einen Neubau, aber der Neubau ist auch nicht mehr neu“, brachte es Beiratsmitglied Frank Grimberg auf den Punkt, und er rechnete vor: „In drei Jahren wurden 100.000 Euro für die Container ausgegeben“. Nach seiner Ansicht braucht es Räume die Inspiration fürs Lernen geben. Und, so Grimberg weiter in seinen Ausführungen: „Wir müssen auf Vorrat bauen“.

Ein Ehepaar brachte im Beirat seinen Unmut über die aktuelle Schulsituation ebenfalls zum Ausdruck: Eine Schule hier, die andere dort, das sei kein Zustand, zukunftsweisend sei ein Schulgebäude an einem Standort.