Statistisch gesehen fehlen der Stadt Rheinfelden in zehn Jahren Betreuungsplätze für rund 300 Kinder. Das hat die Kindergartenbedarfsplanung ergeben, die Armin Zimmermann, Leiter des Amtes Familie, Jugend und Senioren, nun dem Gemeinderat vorstellte. Aktuell stehen 86 Kinder auf der Warteliste. Um den Bedarf annähernd decken zu können, müsste die Stadt bis 2030 zwei neue Kitas bauen und bestehende Einrichtungen erweitern. Die erste Ausbauoption, so Zimmermann, die sich schnell realisieren lasse, ist die Erweiterung der Kita „Bienenkorb“ um zwei Gruppen. Damit stiege die Platzanzahl von 85 auf 110. Geplant werden könnten dieses Jahr der Ausbau und die Sanierung der evangelischen Paulus-Kita (aktuell 60 Plätze, neu 95).

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Ein weiterer Partner bringt sich ins Spiel: Die Alperenler-Moscheegemeinde möchte gemeinsam mit dem Verein zur Errichtung und Erhaltung muslimischer Kitas, der zum Ditib-Dachverband gehört, eine Einrichtung bauen. „Erste Gespräche haben stattgefunden“, so Zimmermann. 40 Plätze in zwei Ganztagsgruppen könnten so bis Ende 2022 hinzukommen. Die Kita, so habe es die Gemeinde versichert, stünde allen Kindern offen. Ein ähnliches Projekt hat der Verein bereits vor sieben Jahren in Mannheim verwirklicht, bundesweit gibt es mehr als 30 muslimische Kitas.

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Die Ortsvorsteherinnen Eveline Klein und Rita Rübsam betonten, dass der Dinkelberg bei den Ausbauplänen nicht vergessen werden sollte. „Warum nicht eine neue Kita in Adelhausen, wenn das Vereinshaus gebaut wird?“ Einen Beschluss musste das Gremium nicht fassen, aber der OB setzte den Rahmen für künftige Diskussionen: „Bei den Investitionskosten für eine Kita bin ich noch recht entspannt. Aber wir müssen die Folgekosten im Auge behalten.“ Paul Renz (CDU) führte eine Containerlösung für die Kita „Bienenkorb“ ins Feld. Mit Blick auf den Haushalt sagte er. „Wir müssen die Prioritäten wohl neu setzen, aber Kitas gehören zur Pflichtaufgabe.“ Was die muslimische Kita betrifft, forderte das Gremium, bald mehr Informationen zu bekommen.