Obwohl Claudius Beck schon seit mehreren Wochen nicht mehr Kulturamtsleiter ist, beschäftigt seine Person die Stadt weiter. Gustav Fischer, SPD-Gemeinderat, nutzte die erste Sitzung des Hauptausschusses nach der Sommerpause am Dienstag, um seinem Ärger Luft zu machen.

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Der Grund: Der ehemalige Kulturamtsleiter habe sich nicht an die Vorgabe seiner Vorgesetzten, Bürgermeisterin Diana Stöcker, gehalten, im Auto-Kultur-Sommer auf dem Tutti Kiesi lediglich drei statt sechs Veranstaltungen auszurichten. „Wie ist es möglich, dass sich ein Amtsleiter jeder Kontrolle seiner Vorgesetzten entziehen und aufs Geratewohl Verträge abschließen kann?“, wollte Fischer wissen.

Bürgermeisterin bestätigt Vorwürfe

Diana Stöcker bestätigte die Vorwürfe Fischers. „Herr Beck hat sich unseren Anweisungen entzogen und bereits mündliche wie schriftliche Verträge geschlossen.“ Daraufhin seien „sehr enge“ Gespräche geführt worden. Stöcker versicherte, dass dies unter der neuen Leitung des Kulturamts so nicht mehr passieren werde. „Das wird gut gehandhabt“, so Stöcker auf die Forderung Fischers, es müsse beim Kulturamt ein Kosten-Controlling geben, gerade mit Blick auf das anstehende Stadtjubiläum 2022.

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Das Auto-Kino-Programm im Juli auf dem Festplatz des Tutti Kiesi wurde von zwei privaten Veranstaltungsfirmen organisiert, das Kulturamt hatte das Angebot mit Auto-Comedy ergänzt. Zwei dieser Veranstaltungen sind mangels Zuschauerinteresse ausgefallen, Ausfallgagen mussten jedoch bezahlt werden. Insgesamt ist so ein Defizit in Höhe von 28.000 Euro entstanden.

OB: Vorwürfe intern prüfen

Ginge es nach Fischer, müsste die Angelegenheit aber auch über Becks Ruhestand hinaus Konsequenzen haben. „Dafür gibt es doch die Landesdisziplinarordnung.“ Oberbürgermeister Klaus Eberhardt verwahrte sich jedoch, darüber öffentlich zu sprechen. „Das muss man intern prüfen.“

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