Es müssen mehr Wohnungen gebaut werden. Da sind sich alle Fraktionen im Gemeinderat einig. Auch darin, dass dies nicht nur Aufgabe der städtischen Wohnbau sein kann. Ein neues innerstädtisches Baugebiet, das von der Hochrhein Invest GmbH geplant wird, befindet sich planerisch in Arbeit. Es handelt sich um ein unregelmäßiges Dreieck, das von Campus, Jahn-, Josef-, und Kaminfegerstraße begrenzt wird. Aber auch andere Flächen harren einer Bebauung.

Josefstraße ein diskutiertes Thema

In sozialen Netzwerken war der Bebauungsplan Josefstraße Ende Februar heftig disktuiertes Thema. Am Rand der freien Fläche zeichnete sich eine erste Bewegung ab. Drei alte Bäume wurden an Kaminfeger- und Josefstraße gefällt. Dies hat die umliegenden Anwohner aus verschiedenen Überlegungen heraus beschäftigt, weil es die Wohnsituation im Umfeld verändert.

Bis zu 40 Wohnungen möglich

Eine Baufreigabe für das Wohnungsbauprojekt, das sich aus Mehrfamilienhäusern in Längsbauweise und drei Punkthäusern nach dem Entwurf des Bebauungsplans zusammensetzen soll, steht noch aus. Der Bauantrag von Hochrhein Invest mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Rolf Brugger, die das Gelände übernommen hat, ist bereits gestellt. Allerdings wurde ein Bebbauungsplanverfahren nötig. Bevor es an den Baustart gehen kann, ist der Verlauf dieser bauleitplanerischen Maßnahme abzuwarten. Bis zu 40 Wohnungen können im Planungsgebiet entstehen, in dem vor Jahren das Jahnstadion seinen Platz hatte.

Antrag ruht bis das Verfahren abgeschlossen ist

Der vorliegende Bauantrag ruht zunächst, bis das Bebauungsplan-Verfahren abgeschlossen ist. Eine Anpassung der Geschosshöhe wird in der Planung wohl nötig. Obwohl eine Baufreigabe noch nicht erteilt ist, dürfen auf dem künftigen Baugelände aber vorbereitende Maßnahmen schon ergriffen werden. Dazu gehöre nach Angaben der Verwaltung auch das Fällen von Bäumen, das nur außerhalb der Vegetationszeit erlaubt ist und somit nur noch bis Ende Februar möglich war.

Einige Anregungen sind eingegangen

Die Offenlage des Bebauungsplans Josefstraße lief bis zum 7. März. Mehrere Anregungen sind eingegangen, sowohl von öffentlicher als auch von privater Seite. Die eingegangenen Anregungen werden nun geprüft. Voraussichtlich Anfang Mai wird der Bau- und Umweltausschuss die Anregungen diskutieren. Der Bebauungsplan kann dann in der folgenden Sitzung des Gemeinderats beschlossen werden. Wenn Bauantrag und Vorgaben des Bebauungsplans übereinstimmen, kann noch vor dem Satzungsbeschluss eine Freigabe zum Bauen erteilt werden.

Eigentumshäuser und Mietwohnungen

Rolf Brugger kann zum Verfahren noch keine Auskunft geben. Erst sei der beschlossene Bebauungsplan abzuwarten, dann will er seine Pläne darstellen. Wie aber im Bebauungsplan vorgegeben, soll es sich im Süden um drei Punkthäuser handeln, die als Eigentumswohnungen veräußert werden sollen, während in den Mehrfamilienbauten im nördlichen Gebiet auch Mietwohnungen nach Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus entstehen sollen.

Zweite Offenlage für das Bauert

Mehrere andere Bebauungspläne befinden sich derzeit noch in Arbeit. Einer betrifft die Überplanung des Gebiets „Bauert“ in Adelhausen. Dafür hat der Gemeinderat kürzlich eine zweite Offenlage beschlossen. In der gleichen Sitzung wurden die Verfahren „Sengern“ in Herten fürs Gewerbe erledigt und „Rose-Zielmatten“ für den Wohnungsbau am nördlichen Stadtrand.

Grendelmatt ist ein weiteres Thema

Bald wird ein seit Langem erwartetes Planungsverfahren wieder aufgegriffen mit einer neuen Gestaltungsplanung: „Grendelmatt III. Auf diesen innerstädtischen Bereich konzentrieren sich nach Jahren des Stillstands hohe Erwartungen. Das Gebiet wird nördlich von Grendelmatt II und OZ-Druck begrenzt. In diesem Bereich ist künftig Wohnen und Mischgebiet vorgesehen. Mehr Richtung Stadtmitte umfasst das Gebiet Sportplatz und Richterweise. Von diesem Gebiet erwartet sich die Kommunalpolitik einen wichtigen Schub auch für neue Wohnungen.