Warmbach

Im Rheinfelder Ortsteil Warmbach begann die Folge von Beratungen am Straßenrand. Wer hier über die viel befahrene Bundesstraße 34 gehen möchte, findet allein an der Kirche einen sicheren Überweg mit Ampel, sonst muss man bis zum Ortsausgang mutig durch die Fahrzeugkolonnen schlüpfen. Schließlich fahren hier in der Stunde rund 600 Fahrzeuge durch.

Die Bürgerschaft hatte angesichts der neuen Wohnbebauung im Areal um das frühere Gasthaus „Ochsen“ angeregt, einen weiteren Überweg anzulegen. Die Experten von Polizei, Straßenbehörden und Stadtverwaltung stimmten diesem Anliegen zu. Besonders in den Morgenstunden wechseln zahlreiche Fußgänger auf die südliche Straßenseite zur Bushaltestelle.

„Die Regeln für das Anlegen eines Fußgängerüberwegs auf viel befahrenen Straßen sind etwas gelockert worden,“ erklärte Ordnungsamtsleiter Dominic Rago. „Wir müssen nicht mehr so detailliert die Fahrzeuge und die Fußgänger zählen, nunmehr geht es darum, an Konzentrationspunkten die Sicherheit für Fußgänger zu verbessern.“

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Thomas Koch vom Polizeipräsidium Freiburg ergänzte, dass alle angestrebten Änderungen die Verkehrssicherheit verbessern, wirtschaftlich und nicht belastend für die übrigen Verkehrsteilnehmer sein müssen. So gab es durchweg Zustimmung für einen neuen Fußgängerüberweg in der Warmbacher Straße, jetzt werden weitere Prüfungen stattfinden und Detailplanungen ausgeführt, so zur Anlage von Aufstellflächen für Fußgänger.

Degerfelden

Nach der Neubebauung an der Kreuzung der B 316 mit der Eichseler Straße ist dort in Degerfelden stärkerer Fußgängerverkehr zu erwarten. Doch der Wunsch nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30, den Anwohner Witold Prall vortrug, kann nicht umgesetzt werden. Die Eichseler Straße zwingt durch ihren kurvigen Verlauf ohnehin zur Verringerung des Tempos, da könnten sich Fahrer und Fußgänger gut aufeinander einstellen, so die Experten. Deshalb wird es auch kein Tempo 30 geben.

Patrik Nacke vom Tiefbauamt Rheinfelden (von links), Sabrina Kilchling (Ordnungsamt), Ortsvorsteher Frank-Michael Littwin, Ordnungsamtsleiter Dominic Rago; Bernard Weis und Thomas Koch von der Polizei und Uwe Mühl als Vertreter der Südbadenbus bei der Verkehrsschau.
Patrik Nacke vom Tiefbauamt Rheinfelden (von links), Sabrina Kilchling (Ordnungsamt), Ortsvorsteher Frank-Michael Littwin, Ordnungsamtsleiter Dominic Rago; Bernard Weis und Thomas Koch von der Polizei und Uwe Mühl als Vertreter der Südbadenbus bei der Verkehrsschau. | Bild: Rolf Reißmann

Allerdings, und das brachte Uwe Mühl von der Südbaden Busgesellschaft ein, wäre es sehr vorteilhaft, die derzeit vier Bushaltestellen zu konzentrieren. Jetzt befinden sie sich für die Linie nach Lörrach an der Bundesstraße, erst nach der Kreuzung, und für die Dinkelberglinie in der Eichseler Straße. Durch Einrichten einer Doppelhaltestelle an der Bundesstraße neben der ampelgesicherten Fußgängerquerung würden sich sowohl das Umsteigen als auch die Verkehrssicherheit verbessern. Auch dies wird nun geprüft.

Eichsel

Eichseler Einwohner hatten den Wunsch, das Ortsschild nach vorn zu versetzen, um die Geschwindigkeit bereits frühzeitig auf 50 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Das aber ist nicht möglich, erklärte Thomas Koch. „In diesem Bereich ist an der rechten Straßenseite keinerlei Bebauung, wir müssen die Tafel stehen lassen“, hieß es.

Minseln

In Minseln berieten die Fachleute über eine neue Wegführung für Radfahrer. Derzeit fahren Radler in Richtung Rheinfelden an der rechten Straßenseite und überqueren in der Kurve die Fahrbahn der Kreisstraße zum eigentlichen Radweg. Diese Überquerung soll nun zurück in Richtung Ort verlegt werden, dann solle der derzeitige Fußweg auf 2,50 Meter verbreitert und als Kombinationsweg angelegt werden.

Karsau

Auch in Karsau ging es vorallem um den Radverkehr. Radler, die von der Kapfbühlstraße talwärts fahren, überqueren oft zu schnell die Traubenstraße, ebenso Fahrer auf dem Weg bergauf. Nun soll eine halbseitige Abschrankung das Tempo bremsen und beidseitig – wenn möglich – Aufstellträume markiert werden.

Nollingen

Zustimmung gab es auch in Nollingen. Dort wurden die ausgewiesenen Parkflächen als zu lang bemängelt, weil sie in die Kurve der Beuggener Straße hineinreichen. Bei Aufgabe von zwei Parkplätzen sollen die Sichtverhältnisse für den fahrenden Verkehr verbessert werden.

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