20 Bewohner und 18 Mitarbeiter des Hertener St. Josefshaus sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab die Einrichtung am Montagabend in einer Pressemitteilung bekannt. Die erkrankten Bewohner hätten milde Krankheitsverläufe. Bereits am Freitag war die Infektion von neun Mitarbeitern bekannt geworden. Insgesamt wurden 116 Personen getestet, nachdem sich am Mittwoch drei Mitarbeiter krank gemeldet hatten und zwei Bewohner Symptome zeigten.

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Die Infektionen fallen laut der Mitteilung alle auf das Martinshaus am Markhof zwischen Herten und Wyhlen. Gleich nach Bekanntwerden erster Verdachtsfälle sei am Donnerstag bei allen Bewohnern und Mitarbeitern des Martinshauses sowohl ein Schnelltest als auch ein PCR-Test veranlasst worden. Die Ergebnisse kamen am Montag: 20 Bewohner und 18 Mitarbeiter sind infiziert.

Grund für die hohen Infektionszahlen

„Die hohe Zahl an Infektionen ist darauf zurückzuführen, dass die Bewohner aufgrund ihrer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen und während der Begleitung ein Abstandsgebot nicht möglich ist“, schreibt Sprecher Andreas Gräff in der Mitteilung. „In diesen Fällen ist die Ausbreitung einer Infektion schnell und intensiv.“ Die erkrankten Bewohner zeigten bislang milde Krankheitsverläufe. „Die ärztliche Versorgung ist sichergestellt“, so Gräff. Alle Angehörigen würden laufend über die Gesundheitszustände der Bewohner informiert. Alle infizierten Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne.

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Zur Absicherung sei am Montag eine zweite Testreihe mit Antigen-Schnelltests für die diensthabenden Mitarbeitenden veranlasst worden. Das St. Josefshaus stehe in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt. „Alle Maßnahmen wurden getroffen, um die Bewohner und Mitarbeiter zu schützen und die Infektionskette, wo möglich, zu unterbrechen.“

Für Besucher geschlossen

Das Martinshaus bleibe bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Auch im Daniel-Danner-Haus würden Verdachtsfälle überprüft, die derzeit keine Verbindung zum Martinshaus hätten. Die Angehörigen werden gebeten, auch im Daniel-Danner-Haus auf Besuche zu verzichten.