Das wird ein Wochenende: Von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Juli, werden 16 Bands im Vaconodome im Tutti-Kiesi-Areal beim neu konzipierten „Domefest Openair“ auftreten. Dazu kommen DJs und am Samstag eine Aftershow-Party im Jugendhaus. Das vom Kulturamt organisierte Festival soll ein Angebot für jüngere Erwachene sein, steht aber allen Altersgruppen offen.

Komprimierter und klarer definiert

Seit Jahren wird der Vaconodome auf dem Tutti-Kiesi-Areal vom Kulturamt im Sommer musikalisch bespielt. Im vergangenen Jahr stand das einwöchige Festival unter keinem deutlich erkennbaren Stern. Ab diesem Jahr wird das Festival komprimierter und klarer definiert. Dabei kommt mit „Fatoni“ ein Act aus dem Hiphop, der auch außerhalb des Genres einen Namen hat.

Stephanie Braun greift Kritik auf

Stephanie Braun vom Kulturamt, die das Festival federführend geplant hat, wollte die Kritik vieler Rheinfelder aufgreifen, dass musikalisch für die Zielgruppe 20 bis 35 Jahre nicht viel geboten werde. Sie hat darum ein Festivalprogramm ausgearbeitet, das dem Rechnung trägt.

  • Freitag, 18 bis 23 Uhr: Mittlerweile Tradition im Hardcore-Metal-Bereich hat die Zusammenarbeit mit Tersicore Booking. Fünf Bands aus Frankreich, Ungarn, Deutschland und den USA werden am Freitag die Luft unter dem Dome zum Kochen bringen. Mit dabei sind die Lokalmatadore von„I Cut out your Name“ und „Suicidius“ aus Neuenburg. „Cadaveres“ reisen aus Ungarn an, und die Franzosen „In other Climes“ präsentieren ihre neue CD.

„First Blood“ aus San Francisco

Firt Blood sind der Hauptact am Freitag.
Firt Blood sind der Hauptact am Freitag. | Bild: Promo/Martina Woerz

Hauptact ist die amerikanische Hardcore-Punk-Band „First Blood“ aus San Francisco, die sonst deutlich größere Bühnen bespielt. Laut Bürgermeisterin Diana Stöcker kommen für das Festival Genrefans von weither angereist. Auch im vergangenen Jahr sei schon eine Gruppe Fans aus Norddeutschland nach Rheinfelden gepilgert. „Aber so groß wie Wacken wird es bei uns nicht“, sagte Kulturamtsleiter Claudius Beck.

  • Samstag, 15 bis 23 Uhr: Der wichtigste Festivaltag widmet sich in diesem Jahr musikalisch dem Hiphop und bildet eine weite Bandbreite der Szene ab. Hauptact ist „Fatoni“ aus München, der seine neue CD Andorra vorstellen wird. „Fatoni wurde auch vor kurzem im Spiegel besprochen“, berichtet Braun. Der Musiker behandele thematisch unter anderem das Reifen und Altern in einem jungen Musikgenre und habe damit große Aufmerksamkeit erlangt. Bevor Fatoni aber auftritt, haben zahlreiche andere Musiker das Publikum aufgewärmt. Um 15 Uhr geht es mit den „Patagonia Boys“ aus Frankfurt los, die klassisch auflegen.
Fatoni auf dem Cover seiner neuen CD.
Fatoni auf dem Cover seiner neuen CD. | Bild: Urban/Universal Music

Auch Bands aus der Region sind dabei

Mit „Pasta Pat“, „Lupara“ aus Wehr und „Degga x Yanno“ aus Weil am Rhein wird die Bühne bereitet für den einzigartigen „Thomas Damager“, der nicht nur in Rheinfelden von seinen Fans verehrt und seinen Gegnern geachtet wird. Thomas Dreschler, so der wahre Name, mache „die Rapwelt lustiger“, sagte Braun. Nach ihm kommen mit „Retrogott & Hulk Hodn“ Größen der Kölner Underground-Szene. Wenn anschließend Fatoni fertig ist, geht es ab 23 Uhr im Jugendhaus weiter mit einer Aftershow-Party mit „Sigmund Dro!t & Voodoo Kid“.

  • Sonntag, 17.30 bis 22.30 Uhr: „Easy Sunday“ ist der letzte Tag überschrieben. Musiker verschiedener Stilrichtungen treten auf, von „DaSnoop“, der in der Gemeinschaftsunterkunft Schildgasse lebt und geschmeidigen Reggea macht über „One On One“ aus Lörrach, „Ape Me!“ mit Punkrock, „Between Owls“ und den fetzigen Folk-Ethnos-Stimmungsmusikern von „Dikanda“ aus Polen, die schon mehrfach in Rheinfelden aufgetreten sind.

Junge Leute sollen es sich leisten können

„Es ist uns wichtig, ein Festival anzubieten, das sich auch junge Leute leisten können“, sagt Braun. Das Ticket für den Freitag kostet im Vorverkauf 7 Euro, das für den Samstag 12 Euro, ebenso wie das für den Sonntag. Wer sich den Festivalpass leistet, der für den Eintritt am Samstag und Sonntag berechtigt, zahlt gerade mal 20 Euro. „Alleine ein Konzert, bei dem nur Fatoni auftritt, wird man sicher nicht immer zu dem Preis bekommen, den man hier für zwei ganze Tage zahlt“, ist Braun überzeugt. Damit das gelingen konnte, wurden Sponsoren gefunden. Braun hat viel Zeit und Engagement in die Veranstaltung investiert. Sie hofft nun, dass das Angebot in Rheinfelden gut angenommen wird.