Zurzeit stehen Wohnmobilisten in Höchenschwand beim Natursportzentrum 13 Stellplätze, davon zwölf mit Strom, zur Verfügung. Schon bisher konnten die Camper die Toiletten und Duschen im wenige Meter entfernt stehenden Rothaus-Zäpfleturm benutzen.

Über eine im Dezember aufgestellte Entsorgungsstation bestand zu dem die Möglichkeit, gegen eine geringe Gebühr Frischwasser zu tanken und das Brauchwasser zu entsorgen. Die Stromversorgung wird an zwölf Stellplätzen über separate Automaten sichergestellt.

Nun will Bürgermeister Stiegeler auf den Parkplätzen gegenüber den Wohnmobilstellplätzen weitere fünf bis sieben Stellplätze ohne Strom bauen und den Fahrzeugverkehr über den Wohnmobilstellplatz einschränken. Dazu soll die Überfahrt des Stellplatzes von der Tennishalle durch die Aufstellung eines holzverkleideten Abfallcontainers verhindert werden.

Damit ist die Einfahrt in den Stellplatz nur noch von der Zufahrtsstraße des Natursportzentrums her möglich. „Alle diese Maßnahmen werten unseren Stellplatz in gestalterischer und qualitativer Hinsicht auf. Er gehört damit zu den Top-Plätzen in der Region und wird sicher weiterhin gut ausgelastet sein“, sagte der Bürgermeister. Er verwies darauf, dass der Abfallcontainer nur über die Ausgabe einer PIN, die der Wohnmobilist bei der Anmeldung erhält, benutzt werden könne.

In der Diskussion regte Andreas Zimmermann eine Erhöhung der Benützungsgebühr für den Stellplatz an. Bisher falle eine Gebühr von acht Euro, inklusive der Kurtaxe von 2,30 pro Person, je Mobil und Nacht an. „Gehe man von zwei Personen je Mobil aus, müsste für die Übernachtung nur 3,40 bezahlt werden. Dies sei in der heutigen Zeit viel zu wenig“, sagte Zimmermann. Bürgermeister Sebastian Stiegeler sah das ebenso und will nun für die nächste Sitzung einen Vorschlag erarbeiten lassen.

Gebührenerlass für Kindergarten und Grundschule

In der Sitzung des Gemeinderates ging es auch um den Erlass der Kindergartengebühren und der Betreuungsgebühren für die Grundschule.

Situation in Corona-Krise: Die Kindertageseinrichtungen waren seit dem 17. März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Am 6. Mai wurde die erste Notgruppe im Kindergarten eröffnet. Ab dem 18. Mai fand ein eingeschränkter Regelbetrieb in der Kita statt. Zu Beginn des eingeschränkten Regelbetriebes konnten die Vorschulkinder den Kindergarten besuchen. Die Kita war im Mai jeweils von 7.30 bis 14 Uhr geöffnet.

Kindergartengebühren: Einstimmig befürwortete der Gemeinderat einen Vorschlag der Gemeinde zum Erlass der Kindergarten- und Krippengebühren, sowie der Essensgebühren für die Monate April und Mai. Die Gemeinde hatte dafür vom Land Baden-Württemberg eine Soforthilfe von 12.012,08 für den April und 12.217,41 für den Mai erhalten. Auch für die Notbetreuung und den eingeschränkten Regelbetrieb im Monat Mai werden nachträglich keine Gebühren erhoben. In diesem Zusammenhang sagte das Gemeindeoberhaupt, dass dem Wunsch der Elternbeiräte nach einer Vorab-Regelung für zukünftige Schließungen nicht entsprochen werden könne. „Die Notgruppenbetreuung müsse immer von Fall zu Fall beraten werden“.

Betreuungsgebühren Grundschule: Auch die Gebühren für die kommunale Betreuung in der Grundschule werden für die Monate April und Mai erlassen. „Wir werden aber die Notbetreuung nach der tatsächlichen Inanspruchnahme abrechnen“, sagte der Bürgermeister. Die Beträge für den Monat März werden im Juli abgebucht. „Alle diese Maßnahmen belasten den Haushalt der Gemeinde mit einer Summe von 24.700“, sagte Kämmerer Michael Herr, der den Vorschlag in der Sitzung erläuterte.