Herr Stiegeler, wann wird Ihr erster Arbeitstag als Bürgermeister von Höchenschwand sein?

Am Montag, 4. November, wird der erste Arbeitstag sein und am 13. November findet dann die offizielle Ernennungsveranstaltung statt.

Sebastian Stiegeler.
Sebastian Stiegeler. | Bild: Sebastian Barthmes

Wo sind Sie derzeit häufiger, an Ihrem Arbeitsplatz in der Touristinformation oder im Rathaus?

Ich bin eigentlich geteilt. Im Moment bin ich bei vielen Fachgesprächen dabei, die das Bürgermeisteramt oder die Einführung in das Amt betreffen. Aber ich mache hier auch noch meinen normalen Job so gut es geht parallel. Denn es gibt einfach noch Dinge, die erledigt werden müssen. Ich werde in nächster Zeit immer ein wenig hin und her wandern – aber ab dem 4. November natürlich mit dem Fokus auf das Bürgermeisteramt. Ich bereite mich schon auf langfristige Themen, wie zum Beispiel den Breitband-Ausbau, vor.

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Ihr Amtsvorgänger bindet Sie also schon stark ein?

Genau. Das ist ja der Vorteil, dass ich die Zeit seit der Wahl mit ihm in Austausch treten und viele Fragen stellen kann. Dementsprechend füllt sich auch schon der Terminkalender mit Terminen, die den Bürgermeister oder die Gemeindeverwaltung betreffen.

Zum Beispiel?

Zum Beispiel habe ich mich mit einigen Mitarbeitern, mit dem Rechnungsamtsleiter, mit der Sekretärin, mit dem Bauhofleiter schon mal getroffen, um einen Einblick zu bekommen, den ich bisher in den anderen Bereichen weniger hatte – bisher hatte ich immer Fachgespräche, die „nur“ den Tourismus betreffen. Am Mittwochabend war zum Beispiel Feuerwehrausschusssitzung. Daran habe ich auch schon teilgenommen, weil der Ausschuss nicht so oft tagt. Es geht einfach darum, dass ich in die Themen eingewiesen, eingearbeitet werden kann. Auch in den letzten Gemeinderatssitzungen war ich schon dabei. Wir haben auch schon Termine mit dem Gemeinderat abgesprochen und eine Personalversammlung terminiert. Solche Absprachen geschehen einfach schon jetzt.

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Wie bereiten Sie sich grundsätzlich auf dieses Amt vor, belegen Sie Kurse in der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl?

Genau, am letzten Wochenende war ich zum Beispiel bei einem Seminar für neugewählte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.

Und was lernt man dort?

Da gab es zum Beispiel einen Praxisbericht einer amtierenden Bürgermeisterin. Es ging zum Beispiel um Zeitmanagement und Verwaltungsmanagement, das heißt um Finanzen und Personal. Auch juristische Fragestellungen, also Rechte und Pflichten eines Bürgermeisters und des Gemeinderates sowie die Formalitäten, die man einhalten muss, waren Thema. Es war natürlich sehr komprimiert, weil es nur ein Zweitagesseminar war. Aber es war ein guter Einblick.

Bekommt man dann auch Tipps, dass man als Bürgermeister zum Beispiel nicht alles selber machen muss, sondern auch delegieren sollte?

Ja, natürlich, gerade von der amtierenden Bürgermeisterin, aber auch von meinem Amtsvorgänger. Zum Beispiel, dass ich auch die Rolle des Sachbearbeiters loslassen und akzeptieren muss, dass andere Leute verschiedene Tätigkeiten erledigen. Das Seminar war aber auch gut für eine überregionale und sogar landesweite Vernetzung, die vielleicht einmal nützlich sein kann. Es war ein guter Austausch.

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Sie sind eine junge Familie, das zweite Kind ist unterwegs. Sie werden nicht mehr jeden Termin, der in der Gemeinde stattfinden wird, wahrnehmen wollen?

Ich möchte natürlich möglichst viele Termine wahrnehmen, aber ich will natürlich meine Familie nicht vernachlässigen. Das ist ganz klar und auch ganz wichtig, denn Rückhalt braucht man von der Familie. Ich bin zuversichtlich, dass das gut funktioniert. Es gibt natürlich auch Bürgermeisterstellvertreter und gute Verwaltungsmitarbeiter, die Aufgaben übernehmen können. Aber Hauptversammlungen möchte ich dieses Jahr, wenn es geht, von jedem Verein besuchen. Denn ich will unbedingt den Kontakt zu den Bürgern und zu den Vereinen halten, ohne die funktioniert eine Gemeinde nicht.

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