Auch Tagespflegeeinrichtungen müssen mittlerweile geschlossen bleiben. Betroffen davon ist auch die Tagespflege St. Franziskus in Häusern. Inzwischen haben die Verantwortlichen individuelle Lösungen für die Tagespflegegäste gefunden. Die Einrichtung einer Pflegehotline ist angedacht. Auch auf die Sozialstation St. Blasien hat die Corona-Pandemie Auswirkungen, Kontakte werden reduziert, wo es vertretbar ist.

Die Schließung der Tagespflegeeinrichtungen stellt Verantwortliche wie Angehörige vor Probleme. Aber für die Gäste der Häuserner Einrichtung wurden inzwischen individuelle Lösungen gefunden, sagte Rolf Steinegger, Vorstand der Caritas Hochrhein.

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Als die Schließung der Einrichtungen angeordnet wurde, habe man Kontakt mit den pflegenden Angehörigen aufgenommen, um den Bedarf abzuklären und gemeinsam nach individuellen Lösungen zu suchen, die letztlich gefunden worden seien. So sei für die pflegebedürftigen Menschen eine stundenweise Betreuung durch Mitarbeiter der Tagespflege oder der Sozialstation St. Blasien organisiert worden, so Steinegger.

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Auch Essen auf Rädern werde angeboten. Angedacht sei die Einrichtung eine Pflegehotline. Eine Pflegefachkraft soll dann die Angehörigen telefonisch bei Problemen beraten und gegebenenfalls die Unterstützung durch Mitarbeiter der Sozialstation in die Wege leiten. Das Wissen, telefonisch Hilfe bekommen zu können, entlaste die Angehörigen, weiß Steinegger, der lobende Worte für die Angehörigen der zu Pflegenden aussprach. Es sei klasse, mit wie viel Engagement sie sich um die Versorgung ihrer Angehörigen bemühten.

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Für die pflegebedürftigen Angehörigen von Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, werde in Waldshut in der Tagespflege eine Notgruppe eingerichtet. Hier werden auch Menschen betreut, deren häusliche Versorgung gefährdet ist und die im häuslichen Umfeld nicht versorgt werden können, sagte Rolf Steinegger.

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Was die Betreuung durch die Sozialstation betrifft, werden in hygienischer Hinsicht die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts streng eingehalten. Händedesinfektion sei selbstverständlich, wo es geboten ist, kämen Schutzkleidung und Mundschutz zum Einsatz. „Aufmerksamkeit ist das Gebot der Stunde“, sagte der Caritas-Vorstand. So würden auch etwaige Reisen von Angehörigen in Risikogebiete erfragt.

Rolf Steinegger
Rolf Steinegger | Bild: Ingrid Böhm-Jacob

Die Versorgung ist, so Steinegger, sichergestellt, Kontakte würden reduziert, wo es vertretbar sei. Das bedeute aber auch, dass die Touren der Mitarbeiter umgestellt werden müssten. Das sei ein erheblicher Organisationsaufwand.

Sorgen bereitet der Caritas Hochrhein allerdings derzeit der mangelnde Nachschub an Materialien wie Desinfektionsmitteln, Mundschutz und Schutzkleidung, große Bestellungen wurden aufgegeben. Was Desinfektionsmittel betrifft, sei man dazu übergegangen, diese aus 70-prozentigem Alkohol und Hautschutzmitteln wie Glyzerin selbst herzustellen.

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