Frau Kaiser, was bedeutet Tanzen für Sie?

Es ist ein Ausdruck von Freude, man kann kreativ sein, sich ausleben, in andere Rollen schlüpfen und hält sich dazu auch noch fit – körperlich und geistig.

Heike Kaiser, Vorsitzende des Jazz-Tanz-Clubs Dachsberg.
Heike Kaiser, Vorsitzende des Jazz-Tanz-Clubs Dachsberg. | Bild: privat

Wo haben Sie Ihre ersten Tanzschritte getan und wie ging es weiter?

Begonnen habe ich in der Schule, damals in einer Jazztanz AG, später haben vier Freundinnen und ich zuerst an Fasnacht als Gruppe getanzt, später auch an Sommerfesten und zu anderen öffentlichen Gelegenheiten. Während meiner Ausbildung in Freiburg war ich Mitglied in der Freiburger Turnerschaft und habe dort getanzt. Im Studium in Mannheim bin ich in den Fitnessbereich gewechselt. Als ich 2003 nach meinem Studium zurück in die Heimat ging, bin ich in den Jazz-Tanz-Club eingetreten.

Gibt es in den Tanzgruppen auch Männer oder Jungs?

Es gibt zwar die Männergruppe, da geht es aber rein um Fitness. Tanzende Jungs oder Männer haben wir leider noch nicht. Sie sind aber herzlich willkommen, reinzuschnuppern und mitzumachen.

Haben Sie genug Trainerinnen für alle Gruppen?

Wir haben acht Trainerinnen, von denen derzeit fünf Gruppen anleiten.

Wo haben die ihre Qualifikationen erworben?

Wir haben ein breites Spektrum von Qualifikationen, von der ausgebildeten Balletttänzerin über eine Aerobic-Trainerin mit Ausbildungen im Bereich Hip-Hop bis hin zu Trainerinnen mit Trainerlizenz B (Fitness und Gesundheit) oder einer Physiotherapie-Ausbildung.

Der Jazz-Tanz-Club

An welchen Tanz-/Fitnessangeboten nehmen Sie selbst teil?

Ich leite die Faszienfitnessgruppe für Erwachsene und den Kurs „Mann bleib fit“ und nehme teil am Jazzdance für Erwachsene. Außerdem gehe ich regelmäßig joggen, fahre Rad und bilde mich auf Conventions fort.

Haben Sie Wege gefunden, im Corona-Sommer den Kursbetrieb irgendwie aufrechtzuerhalten?

Wir mussten unterscheiden zwischen Fitness- und Tanzgruppen. Leider war ein Livetraining via Zoom wegen der schlechten Internetverbindungen bei uns schwierig umzusetzen. Die Fitnessgruppen durften ab Juni im Outdoortraining wieder starten, was auch sehr gut angenommen wurde. Die Tanzgruppen durften ab September wieder in die Hallen. Unsere Trainerinnen waren aber über WhatsApp in Kontakt zu ihren Gruppen, auch wir vom Vorstand haben regelmäßig über Neuigkeiten informiert und es wurden Übungen oder kleine Videos in die Gruppen übermittelt, damit die Mitglieder zuhause trainieren konnten.

Ohne Corona würden Sie bald das 25-jährige Vereinsbestehen mit großem Showprogramm feiern. Das Jubiläum wollen Sie aber doch sicher nachholen?

Ja, wir hoffen, das Jubiläum um ein Jahr auf November 2021 verschieben zu können. Das hängt davon ab, wie lange uns Corona noch erhalten bleibt und wie lange wir noch trainieren dürfen. Das Einstudieren von Tänzen benötigt Zeit, sodass es schwierig würde, wenn wir etwa im Winter wieder pausieren müssten.