In seiner Mitgliederversammlung rief der Vorsitzende des BLHV-Ortsvereins Dachsberg, Willi Büchele, seine 60 Mitglieder dazu auf aktiv zu werden und den Volksantrag zu unterstützen, für den er als Reaktion auf das Volksbegehren „Pro Biene“ Unterschriften sammelt.

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„Artenschutz ist sehr wichtig“, hieß es in der Einladung zur Versammlung, aber durch einseitige radikale Forderungen dürfe nicht die Existenzgrundlage der regionalen Landwirtschaftsbetriebe in Frage gestellt und letztlich sogar vernichtet werden.

Deshalb informierte Büchele über den Volksantrag „Gemeinsam unsere Umwelt schützen“, der konkrete Vorschläge enthält, wie Artenschutz und Landwirtschaft miteinander verbunden werden können, um den Umweltschutz zur Gemeinschaftsaufgabe zu machen.

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Dass das im Grunde höchst überfällige Volksbegehren „Pro Biene“ mit seinem Ziel die Bevölkerung wachzurütteln in seiner Radikalität übers Ziel hinausschießt, ist inzwischen selbst von Bienenverbänden wie von den Bauernverbänden allgemein eingeräumt worden. Die Erfüllung der Forderung etwa des Ausbaus des Biolandbaus auf 50 Prozent bis 2035 würde einen enormen Preisverfall zur Folge haben, was die Existenz der Biobauern gefährden würde, hieß es.

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In Schutzgebieten keine Pestizide und Biozide mehr auszubringen würde über 30 Prozent der Fläche hier oben betreffen, etwa auch den Kampf gegen den Käferbefall im Wald, ganz abgesehen davon, dass auch der Biolandbau, speziell der Obst- und Weinbau, nicht ohne Spritzungen auskommt, hörten die Anwesenden. Hier gelte es, anstelle eines grundsätzlichen Verbotes die Forschung bei der Entwicklung umweltschonender Pflanzenschutzmittel voranzutreiben.

Bauernverbände brauchen 40.000 Unterschriften

770.000 Stimmen waren nötig für die Einreichung des Volksbegehrens. Existiert kein Gegenantrag, dann muss der Landtag diesem im Grunde zustimmen, sonst wird eine Volksabstimmung erforderlich. Für einen Gegenantrag in Form ihres Volksantrags benötigen die Bauernverbände 40.000 Unterschriften, wobei allerdings von der jeweiligen Gemeinde, in der der Unterzeichner wohnt, dessen Wahlberechtigung bestätigt werden muss. Auch der Landesregierung, voran Ministerpräsident Winfried Kretschmann, geht das Volksbegehren zu weit. Daher hat sie ein Eckpunktepapier erstellt und einen runden Tisch initiiert, um Kompromisse zu finden. Der Volksantrag wäre eine entscheidende Hilfe für die Bauernverbände, an diesem runden Tisch entsprechend Gehör zu finden.