Seit dem 1. April wird die Besetzung des Notarztfahrzeugs in Bonndorf mit einem 24/7 Stundendienst komplett über den DRK-Rettungsdienst sichergestellt. Der Weg dahin war ein langer und nicht ganz einfacher, wie der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Freiburg, Jochen Hilpert, bei der Vorstellung der neuen Konzeption der Notfallrettung zurückblickte. Jetzt sei aber ein wichtiger Meilenstein für die Sicherheit und medizinische Versorgung der Menschen in Bonndorf und Umgebung gesetzt, so Hilpert.

Die nun erreichte Besetzung des Notarztfahrzeugs durch das DRK rund um die Uhr hätte eigentlich in großem Stil gefeiert werden sollen. Aufgrund der Corona-Pandemie beschränkte sich die Zahl der Gäste, die sich vor der DRK-Rettungswache in Bonndorf getroffen hatten, aber auf einige wenige. Gekommen waren neben Jochen Hilpert das Team rund um Rettungsdienstleiter Markus König, Notarzt und Oberarzt Anästhesie am Klinikum Hochrhein, Axel Frank, sowie Bürgermeister Michael Scharf.

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Jochen Hilpert sprach von einem wichtigen Tag für Bonndorf, habe man jetzt doch das Versprechen, den Notarztstandort rund um die Uhr zu besetzen, wahr machen können. Zum Teil zähe Verhandlungen seien diesem nun zum Erfolg gebrachten Projekt vorausgegangen, umso dankbarer sei man, dass man dieses für die Bürger wichtige Ziel nun erreicht habe. Voraussetzung dafür sei auch die Aufstockung des Personals gewesen. Nach Phasen des Fachkräftemangels, der den Rettungsdienst stark unter Druck gesetzt habe, sei man jetzt auch hier erfolgreich gewesen.

Ausbildung in Neustadt

Dazu beigetragen habe sicherlich die Tatsache, dass eine Ausbildung in Neustadt durch die Lehrrettungswache möglich gemacht wurde. Um den Rettungsdienst in Bonndorf noch komplett abzurunden, ist es nach den Worten von Jochen Hilpert nötig, die räumlichen Gegebenheiten in Bonndorf zu verbessern. Geplant sei ein Anbau an die Rettungswache, in dem dann auch dem Notarzt direkt vor Ort ein Domizil zur Verfügung gestellt werden kann.

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Ein großes Dankeschön sprach Jochen Hilpert den Kameraden der Bonndorfer Feuerwehr aus, dank deren Unterstützung die professionelle Besetzung des Notarztfahrzeugs übergangsweise gewährleistet werden konnte. Ein Dank ging auch an den Bereichsausschuss als Kostenträger. Immerhin würde in den Standort Bonndorf jährlich eine Million Euro investiert.

Feuerwehr unterstützt DRK

Auf „seine“ Feuerwehr ging auch Bürgermeister Michael Scharf ein und er bestätigte, dass die Kameraden das DRK gerne unterstützt und bei dieser Arbeit auch viel gelernt hätten. „Die Feuerwehr war begeistert“, sagte Scharf und zeigte sich überzeugt davon, dass die Bürger von den zusätzlich erworbenen Kenntnissen der Wehr profitieren werden.

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Auch Scharf ging kurz auf die langen und teils zähen Verhandlungen ein, die notwendig waren, um diese Rund-um-die-Uhr-Besetzung des Notarzteinsatzfahrzeugs in Bonndorf zu erreichen. Letztendlich hätten sich aber alle Beteiligten aufeinander zu bewegt und das Riesenprojekt zu einem guten Ende gebracht. Scharf wünschte den Rettungskräften wenige Einsätze und, dass alle immer gesund von den Einsätzen zurückkehren.

Der leitende Notarzt Axel Frank, Oberarzt Anästhesie am Klinikum Hochrhein in Waldshut und ärztlicher Leiter der Notarztstandorte im Rettungsdienstbereich Waldshut, Bonndorf und Bad Säckingen, sprach von einem wichtigen Schritt zur Professionalisierung des Rettungsdienstes in der Region. „Ich freue mich auf die nächste Zeit“, meinte Frank.

Und Markus König, Bereichsleiter Rettungsdienst Hochschwarzwald, machte deutlich: „Jetzt wurde zusammengefügt, was zusammen gehört.“ Alle Beteiligten könnten stolz sein auf das jetzt Erreichte. König machte auch noch deutlich, dass trotz einer personellen Aufstockung nach wie vor Notfallsanitäter für den Bereich Hochschwarzwald gesucht werden.