Die Stadt Bonndorf wird ein Kinderferienprogramm vom 10. bis 27. August auf die Beine stellen. Dies bestätigte auf Anfrage Anja Strittmatter, Sachbearbeiterin im kommunalen Amt Boni (Bonndorfer Netzwerk Idee). Noch in der jüngsten Gemeinderatsitzung waren die Hoffnungen von Bürgermeister Michael Scharf eher gedämpft. Es sei schwierig, die geltenden Vorschriften umzusetzen, so der Bürgermeister damals. Durch die ab 1. Juli geltenden weiteren Lockerungen der Corona-Verordnung ist nun eine abgespeckte Programmversion möglich.

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Die Planungen für das Bonndorfer Kinderferienprogramm auf der Basis der geänderten Corona-Verordnung sollen noch in dieser Woche angegangen werden und bis Mitte der kommenden Woche abgeschlossen sein, umreißt Anja Strittmatter den selbst gesetzten Zeitrahmen. Noch in diesen Tagen werden die Vereine, die in früheren Jahren Programmpunkte beisteuerten, informiert und angefragt, ob ein Interesse bestehe, auch in diesem Jahr teilzunehmen. Das Bonndorfer Kinderferienprogramm wurde erstmals 2008 veranstaltet, befindet sich 2020 also in der 13. Auflage.

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Welche Programmpunkte sich in der abgespeckten Version finden, sei noch nicht festgelegt, erläuterte Anja Strittmatter. Die Verantwortlichen der Bonndorfer Verwaltung werden die geänderte Verordnung des Ministeriums für Soziales und Integration, die Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha aufs Wochenende hin bekanntgegeben hatte, Schritt für Schritt inhaltlich durcharbeiten und ein Hygienekonzept erstellen sowie ein Präventions- und Ausbruchsmanagement vorsehen. Man werde wohl im Kern auf Veranstaltungen zurückgreifen, die überwiegend im Freien, also an der frischen Luft stattfinden können, so Anja Strittmatter. Denn dort sei nach bisherigen Erkenntnissen der Virologen eine potentiell mögliche Ansteckungsgefahr am geringsten. Sicherheit stehe bei den Organisatoren ganz oben.

Grundsätzliche Bestimmungen

Familien, die ihre Kinder am Kinderferienprogramm anmelden möchten, werden sich allerdings einigen grundsätzlichen Bestimmungen stellen müssen. Grundsätzlich gelte, dass das teilnehmende Kind keine Krankheitsanzeichen haben darf oder gar bekanntermaßen symptomlos mit dem Virus infiziert ist. Die Eltern müssen hierfür ein Formular unterschreiben, so Anja Strittmatter. Es wird wohl zwölf bis maximal 15 Programmpunkte anstelle der üblichen 25 bis 30 geben.

Dadurch werde sich die bislang übliche komplette Teilnehmerzahl von 100 Kindern deutlich verringern. Derzeit angedacht seien je Kurs acht Kinder mit zwei Betreuern, möglicherweise auch ein oder zwei Kinder mehr. Es werde je Tag einen einzigen Programmpunkt geben und dies immer nur vormittags. Ein Kind darf nur einen einzigen Programmpunkt des kompletten Ferienprogramms besuchen. Sie selbst werde als Hygienebeauftragte jeden einzelnen Kurs inspizieren, um Corona-Verdachtsfälle zu erkennen und sofort an das Gesundheitsamt zu melden, so Strittmatter.

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