Die starken Schneefälle haben in der Nacht zum Freitag und am Freitagvormittag im Raum Bonndorf für zahlreiche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Manche Straßen waren zeitweise unpassierbar, umgestürzte Bäume mussten beseitigt werden. Räumdienste und die Feuerwehr waren stundenlang im Einsatz. Nach Polizeiangaben waren vereinzelt Bäume auf geparkte Fahrzeuge gefallen und verursachten Schäden.

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Gar nichts mehr ging auf der B 314 im Bereich Stühlingen. Dort mussten zahlreiche Lastwagenfahrer die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen, da die Straße von den Schneemengen nicht mehr ausreichend geräumt werden konnten. Zwischen Stühlingen und Randen waren viele Lastwagen ins Rutschen gekommen, kamen schließlich auf der Gegenspur oder quer auf der Fahrbahn zum Stehen. Es bildete sich ein langer Rückstau bis nach Weizen. Mehrere Verkehrsteilnehmer versuchten, an den liegen gebliebenen Fahrzeugen vorbeizufahren, kamen daraufhin selbst zum Stillstand und blockierten den Gegenverkehr. Letztlich steckten mehrere Hundert Lastwagen auf dem Streckenabschnitt fest. Das THW versorgte die Verkehrsteilnehmer mit Getränken und Speisen.

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Besonders betroffen waren auch das Schlüchttal und das Steinatal. Auch hier mussten die Feuerwehren und die Straßenmeistereien zahlreiche unter der Schneelast umgestürzte Bäume beseitigen. Die L 157 zwischen Gutenburg und Riedersteg sowie die L 159 zwischen Tiengen und Detzeln mussten vollständig gesperrt werden. Nach Informationen der Polizei war gegen 2.30 Uhr ein Baum auf einem Parkplatz an der B 314 auf das Führerhaus eines geparkten Lastwagens gestürzt. Der 62-jährige Fahrer befand sich bereits in seiner Koje und wurde durch den Aufprall des schneebedeckten Baumes aus dem Schlaf gerissen, er blieb aber unverletzt. Die Feuerwehr Wutöschingen beseitigte den Baum. Es entstand ein Schaden in Höhe von rund 5000 Euro.

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Und auch auf der B 315 Bonndorf Richtung Weizen hieß es in der Nacht zum Freitag zeitweise: Nichts geht mehr. Bäume blockierten die Fahrbahn, die Feuerwehr Bonndorf rückte um 2.50 Uhr aus, um die Bäume zu beseitigen. Weitere Einsätze folgten in Richtung Ebnet und in Richtung Gündelwangen und auch die L 170 war sowohl in Richtung Schattenmühle als auch in Richtung Steinasäge durch Schneemassen und quer liegende Bäume blockiert.

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Zum Mittag hin entspannte sich die Lage, die Schneefälle hörten auf und die Sonne ließ sich blicken. Die Hauptverkehrsverbindungen waren geräumt und konnten wieder befahren werden. Die Polizei warnt dennoch davor, die Gefahr, die von dem nassen Schnee ausgeht, zu unterschätzen. Zahlreiche Bäume drohen immer noch unter der Last zu brechen und stellen eine tödliche Gefahr dar. Ebenso gehe eine erhebliche Gefährdung von Dachlawinen aus.