Bauplätze in Bonndorf sind derzeit rar und dementsprechend begehrt. Die jetzt neu erschlossenen sieben Baugrundstücke im Baugebiet „Hintere Ziegelmatt, 2. Bauabschnitt“ in Wellendingen sind bereits alle reserviert. Dies gab Bürgermeister Marlon Jost in der Gemeinderatssitzung am Montagabend bekannt.

Acht Interessenten haben sich für die sieben neu erschlossenen Grundstücke gemeldet und dies – obwohl bislang noch gar keine Grundstückspreise festgelegt wurden. Erst in der Sitzung am Montag fasste der Gemeinderat einen Beschluss über den Verkaufspreis. Das Gremium folgte dabei dem Verwaltungsvorschlag, einen Quadratmeterpreis von 73,50 Euro zu verlangen.

Der Grundstückspreis wurde entsprechend der Kosten für die Erschließung kalkuliert. Diese summierten sich auf 380.024 Euro. Bei einer Nettobaulandfläche von 5160 Quadratmetern ergibt sich ein Bauplatzpreis von 73,65 Euro pro Quadratmeter. Dieser Betrag wurde dann auf 73,50 Euro abgerundet. Laut Verwaltung sind in dem Preis zum einen die Erschließungsbeiträge (Wasserversorgung, Kanal und Straße) enthalten, zum anderen auch die Hausanschlusskosten mit pauschal 3000 Euro.

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Stadtrat Gernot Geng (Bürgerliste) lobte, dass die Preise noch bezahlbar sind und die Stadt dennoch eine Kostendeckung erreichen könne. Man liege mit den Preisen immer noch günstiger als andere Kommunen in der Umgebung. Mit Blick in die Zukunft riet Geng, beim Bonndorfer Neubaugebiet Mittlishardt IV am Ball zu bleiben. Dem konnte der Rathauschef nur zustimmen. In der Kernstadt selbst stehen nach seinen Worten gar keine Bauplätze mehr zur Verfügung. Einige wenige bebaubare Grundstücke habe die Stadt nur noch in Dillendorf und Wellendingen.

Werner Intlekofer (Grüne) regte in diesem Zusammenhang an, künftig mehr Wert auf den Bau von altersgerechten Wohnungen zu legen. Viele Senioren würden, so Intlekofer, ein solches Angebot gerne annehmen, dadurch würden wiederum ältere Häuser frei werden, die für junge Familien interessant sein könnten. „Dadurch könnte man auch den Flächenverbrauch verringern“, sagte Werner Intlekofer.

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