Friseure sind derzeit besonders gefragt – seit der Öffnung seines Salons in Bernau-Innerlehen nach der Corona-Pause wird Markus Eckmann wie auch seine Kollegen in St. Blasien und Häusern von Kunden geradezu überrannt. Auf die in den Salons geltenden Einschränkungen reagieren sie laut den Friseuren verständnisvoll und gelassen.

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Ausschließlich auf pflanzliche Produkte bei der Pflege von Haut und Haar setzt Eckmann seit zwei Jahrzehnten. Das Konzept komme an, sagt er, die Kunden kämen von weit her. Auch wenn die Haare bei Markus Eckmann im Mittelpunkt stehen, arbeitete er doch ganzheitlich unter Berücksichtigung von Körper, Geist und Seele, sagt er. Denn: „Die Haare sind ein Spiegelbild der Seele, Empfindungen gehen sehr viel über die Haare“, weiß er. Und weiter: „Die Frisurenform kann den Charakter verändern“. Oft spielen auch Haarpflege, Ernährung, und Lebensweise der Kunden eine Rolle, vieles sei an den Haaren ablesbar. Eckmann berücksichtigt daher auch die Ursachen für Haarprobleme wie beispielsweise Haarausfall und klärt seine Kunden entsprechend auf.

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„Chemische Behandlungen tun Körper und Haaren nicht gut“, sagt Eckmann. Er setzt daher sein nunmehr 20 Jahren auf chemiefreie, rein biologische Produkte. Auch beim Färben der Haare kommen in seinem Salon ausschließlich pflanzliche Produkt zum Einsatz, erläutert der Friseurmeister. Damit lasse sich aber kein dunkles Haar blond färben und umgekehrt. Man mache vielmehr das, was die Natur ermögliche, die eigene Farbe gehöre zum Charakter eines Menschen, so der Naturfriseur. Eine Besonderheit in seinem Salon sei der integrale Haarschnitt, bei dem die Wahrnehmung der Kunden eine große Rolle spiele, sagt Eckmann. Durch eine besondere Technik des Schnitts werden die Haare miteinander verbunden, es entstehe ein selbsttragender Haarschnitt, erläutert er.

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„Nach der langen Pause wieder arbeiten zu können, ist für mich eine große Freude“, sagt Eckmann. Er wird, wie er es formuliert, von den Kunden geradezu überlaufen, zwölf Stunden dauere sein Arbeitstag derzeit. Wie vorgeschrieben, desinfiziert er nach jedem Kunden Hände, Arbeitsgeräte und Arbeitsplatz, selbstverständlich werde ein Mundschutz getragen, obwohl dies beim Schneiden der Konturen oder beim Färben manchmal etwas kompliziert sei.

Kunden halten Masken fest

Für dieses Problem hat Kristin Baur, Inhaberin des Salons „Kristin‘s Kamm In“ in Häusern eine Lösung gefunden. Wenn die Maske während der Arbeiten nicht an Kopf oder Ohren festgemacht werden kann, packen die Kunden zu und halten sich mit der Hand die Maske vor Mund und Nase. Auch sie kann sich über mangelnden Zulauf nicht beklagen, sie habe in den kommenden zwei bis drei Wochen gut zu tun, sagt sie.

Verwunderung rufe es gelegentlich hervor, dass jetzt bei jedem Kunden eine Haarwäsche erforderlich sei, die Kunden zeigten aber viel Verständnis für diese und die anderen Maßnahmen, erläutert die Handwerksmeisterin.

Kein Problem

Mit Hochdruck arbeitet auch René Müller vom „Friseurstübchen St. Blasien“. Nur jeweils ein Kunde werde im Salon bedient, sagt er. Das Einhalten der Hygienevorschriften und des Abstands sei kein Problem und die Kunden seien entgegenkommend.