Das Stäbchen dringt bis in den Nasen-Rachen-Raum vor, immer tiefer. Dann nimmt der maskierte Helfer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) die Probe. Unangenehm ist das, aber wichtig. Das Ergebnis des Schnelltests soll schließlich aussagekräftig sein, damit das Weihnachtsfest so sicher und gesund wie möglich gefeiert werden kann.

In zahlreichen Orten in Baden-Württemberg haben Mediziner am Mittwoch die ersten von rund 80.000 Schnelltests abgenommen, um das Infektionsrisiko bei der Bescherung so weit wie möglich zu reduzieren. Mit dem Auftakt zeigte sich das Deutsche Rote Kreuz zufrieden. „Es läuft vorbildlich, die Regeln werden eingehalten“, sagte DRK-Sprecher Udo Bangerter. Wie lief es in der SÜDKURIER-Region?

Das könnte Sie auch interessieren

In der Stadthalle Tiengen haben sich am Mittwoch 347 Menschen in der auf das Virus untersuchen lassen. Der Andrang war groß, die Warteschlange reichte bis weit auf den Wutachdamm. Zwei Covid-19-Schnelltests fielen positiv aus. Der DRK-Bereitschaftsleiter Hans-Werner Schlett wertet die Aktion als Erfolg.

In Bad Säckingen blieb ein Ansturm aus. Drei Stunden lang bot das DRK Bad Säckingen am Mittwoch den kostenlosen Covid19-Schnelltest an – ganz ohne Anmeldung. Drei Getestete müssen die Feiertage nun in Quarantäne verbringen.

Hunderte Menschen aus dem Bodenseekreis lassen sich testen

Im Bodenseekreis konnten sich hunderte Menschen an vier Teststationen des DRK und der Johanniter noch vor Weihnachten auf das Coronavirus testen lassen. In Überlingen waren von den 300 angemeldeten Personen alle im Test negativ. Thomas Weber, Leiter der Schnelleinsatzgruppe beim DRK in Überlingen berichtete, dass über die Kapazität von 300 Testungen hinaus eine viel größere Nachfrage herrschte. Manche kamen bis aus Konstanz oder Weingarten, nachdem dort die Kapazitäten bereits erschöpft waren.

Und so liefen die Tests: Wir waren bei einer Teststation in Friedrichshafen und haben den Selbstversuch gemacht.

„Drive through“ im Schwarzwald

Im Schwarzwald war das Interesse an den Schnelltests hoch. Mindestens 1000 Menschen wurden laut Heiko Knickrehm, DRK-Einsatzleiter, in Villingen getestet. Aufgebaut war das Testgelände als "Drive-Through", das heißt, die Personen fuhren mit dem Auto vor und bekamen ihren Abstrich in ihrem Wagen.

Auch im Kreis Konstanz wurde das kostenlose Angebot rege genutzt. Sowohl in Konstanz, als auch in Radolfzell gab es Testzentren. 145 Menschen sind nach Konstanz und 165 Menschen nach Radolfzell zum Testen gekommen. Bei nur fünf Personen war der Test positiv. Hier sind in Konstanz noch Tests möglich