Deutschlands drittgrößter Automobilzulieferer ZF baut seine Entwicklungskapazitäten in China massiv aus. Für rund 90 Millionen Euro errichte der Konzern in der südchinesischen Provinz Guangzhou ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum, teilte ZF am Mittwoch mit. Die Inbetriebnahme sei für 2023 geplant. 

ZF hat in China schon zwei Forschungs-Standorte

Der Stiftungskonzern verfügt bereits über zwei Entwicklungszentren im Großraum Shanghai. „Die Entscheidung, ein drittes Entwicklungszentrum in China zu bauen, ist für ZF von großer Bedeutung und bestätigt unser strategisches Ziel, den größten globalen Automobilmarkt in China weiter zu erschließen“, sagte ZF-Asien-Vorstand Holger Klein. Die Anzahl der Beschäftigten solle „zügig in Richtung von 1000 Mitarbeitern“ ausgebaut werden, sagte ein ZF-Sprecher. Gestartet werde mit etwa 200 Entwicklern.

2500 Forscher arbeiten in Friedrichshafen

Aktuell arbeiten rund 17 100 Forscher und Entwickler für ZF, davon zwischen 9000 und 10 000 in Deutschland. Allein am Friedrichshafener Stammsitz sind etwa 2500 Forscher beschäftigt.

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In dem neuen Zentrum in Guangzhou will ZF die Softwareentwicklung vorantreiben und das Feld für Zukunftstechnologien wie E-Mobilität oder autonomes Fahren ebnen. Der neue Forschungsstandort unterstütze die bereits bestehenden Standorte, die sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung von Sicherheits- und Antriebstechnologien beschäftigten, hieß es.

ZF ist seit 1981 im Reich der Mitte

ZF ist seit 1981 in China vertreten und unterhält dort rund 40 Produktionsstätten. Im Jahr 2018 hat der Konzern in China mit 14 800 Mitarbeitern einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Weltweit beschäftigt ZF knapp 150 000 Menschen, rund 50 000 davon in Deutschland.