1. Blau, grau, schwarz: Es gibt so tolle Farben. Auch Männer dürfen sie benutzen. Es ist nicht verboten, auch im Business mal etwas anderes außer blauen und weißen Hemden zu tragen. Zum Einstieg vielleicht mal einen Schal mit ein paar Farben mehr als Farbtupfer? Oder Schuhe. Braune Schuhe sehen zu einem blauen Anzug eindeutig besser aus. Nehmen Sie die Anzughose zum Schuhkauf mit, damit die Farben auch wirklich passen.
  2. Falsche Kombinationen: Ja, Männer sollten mehr Mut zur Farbe haben. Das heißt aber nicht, dass man alles blindlings durcheinanderwirft. Anzughose und Freizeithemd, Farben, die sich beißen, und so weiter und so fort. Dem Vernehmen nach sind mehr Männer als Frauen farbenblind. Das glaub ich sofort. Männer, fragt eure Frauen oder schaut einfach in den Spiegel, bevor ihr auf die Gass geht.
  3. Farben, die nicht zu einem passen: Bei Frauen spricht man vom Frühling-, Sommer-, Herbst- und Wintertyp. Manchen stehen warme und zarte Farbtöne besser, andere sehen mit kühlen oder knalligen Farben besser aus. Das ist bei Männern nicht anders. Männer mit blonden Haaren können verdammt gut Blau tragen, weil es so gut zu ihren blauen Augen passt. Aber Rot macht viele blass, Rosa steht kaum jemandem und sendet falsche Botschaften. Bitte auch den Teint beachten. Mit mitteleuropäischer Winterblässe sind Knallfarben echt die falsche Wahl. Im Sommer, zurück aus dem Urlaub mit gesunder Gesichtsfarbe, sieht die Sache schon anders aus. Türkis steht im September vielen sehr gut.
  4. Zu enge Hemden: Gegen gutes Essen ist ja nichts zu sagen. Schlimm ist es aber, wenn der Genießerbauch die Hemdbrust spannt und zwischen der aufgespreizten Knopfreihe entweder Haut oder ein weißes Feinripp-Unterhemd rausschaut. Es stört keinen Menschen, wenn das Hemd eine Größe größer gekauft wird, wenn es dafür dann auch passt. Heute gibt es Hemden in klassischem Schnitt – sie sind etwas weiter, in Modern Fit – schick, ein bisschen schmaler, und Slim Fit. Letzterer steht wirklich nur schlanken Männern.
  5. Kurzärmlige Hemden: Eine Hemdenart, die auf den Index gehört. Meist sind die Ärmelstummel zu weit geschnitten. Wenn dann noch eine Falte hineingebügelt wurde, stehen die Ärmel ab wie Flügelchen. Barbara von Ow,Diplom-Stylistin und Stilcoach in Waldshut-Tiengen,
    rät von kurzärmeligen Hemden dringend ab: „Tragen Sie im Sommer lieber langärmelige Hemden und krempeln Sie die Ärmel hoch.“ Das sehe auch zupackender und dynamischer aus.
  6. Schlecht sitzende Hosen: Hosen kaufen ist schwierig, denn jeder Mensch hat eine andere Figur. Bitte lassen Sie sich beraten. Wenn der Hosenboden kurz vor den Knien hängt, mag das bei Teenagern cool sein. Bei Erwachsenen ist es einfach nur eines: schlecht angezogen. Mit gut geschnittenen Hosen, Gürteln oder Hosenträgern, die oft sehr witzig sind, kriegt jeder Mann die Hose, die ihn richtig gut verpackt.
  7. Behaartes Männerbein: Bei Anzügen ist es eine Todsünde, ein Stück der Wade rausblitzen zu lassen. Feinere Männersocken sind daher immer deutlich länger und gehen bis zur Mitte des Unterschenkels. In der Freizeit kann frau mal ein Auge zudrücken. Da wir schon bei Haaren sind: Aus dem Hemdausschnitt rauswuchernde Brusthaare sind kein Hinweis auf besondere Männlichkeit, sondern gruseln die meisten Frauen eher. Bitte kürzen/abschneiden. Brusthaare will frau nur bei privaten Gelegenheiten sehen.
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  9. Pullunder: Ein Hemd anzuziehen und einen Pullover drüberzustreifen, dem irgendein Mensch die Ärmel abgeschnitten hat, ist geradezu barbarisch. Das ist wie Wollen und nicht Können, nicht Fisch, nicht Fleisch. Die Waldshuter Stil-Expertin Barbara von Ow widerspricht dagegen: „Es gibt Typen, denen steht ein Pullunder richtig gut.“ Ein Hemd unter einem langärmligen Pullover hingegen ist o.k. Bitte kaufen Sie einen mit V-Ausschnitt. Sonst knubbelt sich die ganze Stoffmasse am Kragen. Und: Bitte die Kragenspitzen nicht über den Pullover legen. Spießer-Alarm!
  10. Krawatten mit Motiven drauf: Eisbären, Snoopy, Teddybären und anderes Getier sind ohne Zweifel entzückend. Aber bitte nicht auf Krawatten, jedenfalls im Business. Privat können Sie machen, was Sie wollen. Wenn jemand Oldtimer liebt, spricht nichts dagegen, bei einem Oldtimertreffen eine entsprechende Krawatte auszuführen. Ansonsten entweder Ton in Ton oder mit Farben, die sonst in der Bekleidung schon vorkommen. Vorsicht mit zu viel Farbe. Wie ein Clown sollten Sie nicht aussehen.
  11. Ein heikler Punkt: die Unterwäsche. Die Zeiten sind vorbei, als Mama ihrem Kleinen die Unterwäsche gekauft hat. Flugzeuge, Schiffe und Autos auf männlichen Unterbuxen sind strengstens verboten. Schön, dass es die auch in Erwachsenen-Größen gibt. Aber nicht für Sie. Passend und angemessen: Einfarbige Slips oder Boxer-Shorts, eventuell mit Nadelzug oder -streifen oder einem anderen dezenten Muster. Nehmen Sie gute Marken-Qualität. Die halten besser.
  12. Ungepflegte Schuhe: Geschenkt: ein Thema, das für alle Geschlechter gilt. Der schönste Look ist hinüber, wenn die Schuhe schmutzig, schräg abgetreten oder verkratzt sind. Es stimmt, Schuheputzen macht Arbeit. Aber wenn man sich richtig gute Lederschuhe kauft, womöglich aus europäischer Fertigung, und ein wenig pflegt, halten sie viel länger. Klassische Modelle sind die Investition in jedem Fall wert.