So reagieren meine Kollegen: Zurückhaltend.

Meine Kollegen sind enorm rücksichtsvoll. Seit zwei Wochen wird und wird die Haribo-Color-Rado-Dose, die auf meinem Schreibtisch steht, nicht leer. Normalerweise hält die XXL-Dose nur eine Woche. Zur Erinnerung: Da ich nicht meine Kollegen für mein Fastenvorhaben bestrafen will, versorge ich die Medienwerkstatt eins in der SÜDKURIER-Redaktion weiterhin mit Lakritz.

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Jeder darf zugreifen – außer mir selbst. Doch offenbar haben die Kollegen Hemmungen Lakritz zu schlemmen, während ich enthaltsam sein muss. Anders kann ich mir nicht erklären, dass immer noch was drin ist in der Dose. Oder sollte tatsächlich die Hälfte des Lakritz-Konsums in der Vergangenheit auf meine Kappe gegangen sein?

Meine ersten zwei Wochen: Eisern.

Ich bin selbst erstaunt, wie gut ich das wegstecke. Ich bin nicht einmal rückfällig geworden, obwohl ich ja im Spätdienst Gelegenheit gehabt hätte zuzugreifen, wenn keiner mehr da ist.

Bild: Gora
Nein, da bin ich konsequent, das ziehe ich durch.

Die Schwierigkeiten: Welche Schwierigkeiten?

Probleme hat mir das Fasten nur am Anfang bereitet. Ich habe da einen eisernen Willen. Und dass ich auf Lakritz verzichte, bedeutet nicht, dass ich nicht mehr naschen darf. Ich bin ja so ein Süßer!

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Ein wenig Nervennahrung muss sein – nun eben Schokolade statt Lakritz.

Die Vorteile: Spiele meine Stärken aus.

Wenn ich zumindest auf einen Teil der täglichen Zuckerration verzichte, ist das schon mal nicht schlecht. Wobei Lakritz meiner Meinung nach auch gesund ist! Dauerhaft darauf verzichten werde ich auf keinen Fall. Nein, die eigentlichen Vorteile sehe ich eher darin, dass ich beim Fasten meine Stärken ausspielen kann – Lässigkeit, Willensstärke und Geduld. Mich bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Das ist ein Stück weit auch Selbstdisziplin. Wenn du die nicht hast, kann das nichts werden mit dem Fasten.

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