Der Beschuldigte soll seine vierjährige Tochter vor drei Jahren im Einkaufszentrum Neumarkt in Brugg im Kanton Aargau schwer verletzt haben. Der damals 50-Jährige muss sich nun ab 11. Juli vor dem Bezirksgericht Brugg verantworten. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Mord und schwere Körperverletzung. Wie die Medienstelle der Gerichte des Kantons mitteilt, dauert der Prozess voraussichtlich vier Tage.

Die Staatsanwaltschaft beantragt laut eigenen Angaben eine 20-jährige Freiheitsstrafe, eine unbedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen, eine vollzugsbegleitende ambulante Maßnahme und 15 Jahre Landesverweis.

Streit an einem Samstagnachmittag im August 2019

Früheren Medienberichten der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft zu Folge soll sich der Mann an einem Samstagnachmittag im August 2019 in Einkaufscenter Neumarkt in Brugg mit der Familie getroffen haben. Es soll zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten, der Mutter und Großmutter des Kindes gekommen sein.

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Bei dem Streit soll der jetzt Angeklagte seine Tochter an den Hüften gepackt und sie zwei Mal mit dem Kopf voraus und mit voller Wucht auf den Boden geschleudert haben.

Das Kind erlitt dadurch ein schweres Schädelhirntrauma. Schwer verletzt, in kritischem Zustand, sei das Kind damals mit dem Helikopter in die Klinik geflogen worden.

Drittpersonen greifen ein

Drittpersonen sollen beherzt eingegriffen und den Mann an weiteren Gewaltausübungen gehindert haben. Sie hätten das Mädchen in einen angrenzenden Laden in Sicherheit gebracht.

Von den schweren Verletzungen habe sich das Kind mittlerweile erholt. Der Beschuldigte befindet sich seither im vorzeitigem Strafvollzug und steht ab dem 11. Juli vor dem Bezirksgericht.

Verhandlung beginnt mit Zeugenbefragungen

Laut Mitteilung dauert die Verhandlung voraussichtlich vier Tage. Sie beginnt mit der Befragung der Gutachter und verschiedener Zeugen sowie einer Angehörigen und des Beschuldigten. Das Urteil soll am Donnerstag, 14. Juli, verkündet werden.

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